Die Landesstraße 24 in Wegenstedt hat große Löcher. Der Fahrbahnrand ist an vielen Stellen kaputt gefahren und stellt auch eine Gefahr für Passanten dar. Der Wegenstedter Uwe Tietge fragte nach, was der Calvörder Rat plant, um die Straße instand zu setzen.

Mannhausen/Wegenstedt l Zu den Themen der jüngsten Sitzung des Calvörder Gemeinderates, der in Mannhausen tagte, gehörte der Ausbau der Landesstraße (L) 24 in der Ortslage Wegenstedt. Uwe Tietge, Bewohner von Wegenstedt, wollte wissen, wie der aktuelle Stand zum Vorhaben ist.

Es hatte zuvor einen Vororttermin gegeben, wo auch Uwe Tietge darauf aufmerksam machte, dass die zerfahrene Straße für Passanten und Anwohner gefährlich ist. "Wir hatten während des Ortstermines festgelegt, dass wir eine vorübergehende Abmilderung der schwierigen Situation schaffen, indem Poller aufgestellt werden. Diese Übergangsvariante ist in Arbeit, denn so schnell ist eine Straße nicht gebaut", sagte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake und erklärte: "Es gab inzwischen eine Beratung mit dem Landesbetrieb Bau, mit dem Planungsbüro und mit den Vorsitzenden des Bau- und des Wirtschaftsausschusses sowie mit Mitarbeitern des Bauamtes. Das Gespräch war konstruktiv."

Es gäbe mehrere Möglichkeiten. "Es geht zum einen um einen grundhaften Ausbau, der nur sehr langfristig umsetzbar ist. Der grundhafte Ausbau ist finanziell wesentlich intensiver und in den nächsten Jahren sicherlich nicht realisierbar", sagte Schliephake.

Die zweite Möglichkeit des Ausbaues wäre ein Hocheinbau, analog zu Straßenbaumaßnahmen in Etingen und an der Haldensleber Straße in Calvörde. "Der Vorteil dieses Hocheinbaues wäre, dass es sich um Instandsetzungsmaßnahmen und keine investiven Vorhaben handelt. Das sind andere Töpfe, die in Anspruch genommen werden. Aber auch diese Töpfe sind nicht bis zum Rand gefüllt", beschrieb der Bürgermeister und ergänzte: "Wir sind dabei, jetzt Rahmen zu schaffen und Planungsgrundlagen zu erstellen. Wir haben nicht so schlechte Ausgangssituationen."

Die Frage von Uwe Tietge, ob die Straße bis 2013 fertig gestellt wird, konnte Schliephake nicht beantworten. "Es ist ja bekannt, dass es dann eine Satzungsänderung geben wird. Das würde ja bedeuten, dass alle Anwohner der Oebisfelder und Calvörder Straße an den Kosten anders als zuvor beteiligt werden", sagte Tietge. Schliephake betonte, dass die Bemühungen groß sind, auch die L 24 in Wegenstedt mit dem alten Beitragsmodell der wiederkehrenden Beiträge zu realisieren.

"Niemand kann sagen, welche Mittel für Instandsetzungen 2013/14 vorhanden sind", sagte Schliephake.

Inzwischen wurden einige Poller zur Gefahrenabwehr an der L 24 in Wegenstedt aufgestellt.