Einen großen Tag in ihrem noch jungen Leben haben am Sonnabend 50 Mädchen und Jungen aus Havelberg und der Region begangen: In feierlicher Form erhielten sie ihre Jugendweihe. Günter Rettig, Ehrenmitglied des Jugendweihe Deutschland e. V., überreichte ihnen die Urkunden.

Havelberg/Tangermünde l Angeführt von Lucas Radler und Mario Tücher waren die insgesamt 50 Jugendweihlinge in den Festsaal des Tangermünder Kulturhauses eingezogen. Nachdem der Wappensaal der Elb-Havel-Kaserne 2009 dem Abrissbagger zum Opfer fiel, mussten die Havelberger Jugendweihlinge, ihre Eltern und Geschwister bereits das vierte Jahr in Folge zur Feierstunde nach Tangermünde fahren, weil sich in der Domstadt keine dem Anlass entsprechende Örtlichkeit fand. Für 2014 sehen die Pläne aber wieder eine Feierstunde in Havelberg vor. Dann stehen dafür zum Beispiel der Saal im neuen ArtHotel oder aber auch die große neue Aula im Schulkomplex, die noch dieses Jahr ihrer Bestimmung übergeben werden soll, zur Verfügung.

Festredner Günter Rettig gab den jungen Leuten, die in ihren schicken Anzügen, Kombinationen und Kleidern gar nicht mehr wie Kinder, sondern schon recht "erwachsen" aussahen, in lockerer Form wertvolle Tipps mit auf den weiteren Lebensweg. Unter anderem sagte er: "Jeden Tag sinnvoll zu nutzen - das ist ein schöner Lebensrat. Erfüllt euch eure Träume. Die Zukunft liegt in euren Händen."

Dann begab er sich auf die Bühne, um die Jugendweihe-Urkunden an die Mädchen und Jungen zu übergeben. Mit diesem Bühnengang absolvierten die 14-Jährigen den Schritt vom Kindes- ins Jugendalter und zum Erwachsenwerden. Nach der feierlichen Aufnahme der Jugendlichen in den Kreis der Erwachsenen begab sich Lara Zoe Ballendat ans Mikrofon, um im Namen aller Jugendweihlinge Dank zu sagen: an den Jugendweihe e. V., an den Festredner, vor allem aber auch an die Eltern, die 14 Jahre lang "alles für uns getan haben und immer für uns da waren".

Programm ist gut angekommen

Positiver Nebeneffekt der Jugendweihe sind für die Jugendlichen die dicken Briefumschläge, die sie an diesem Tag von den Eltern, Großeltern, größeren Geschwistern, Freunden und Bekannten bekommen. "Darum würde ich gerne auch in den nächsten Jahren noch mal die Jugendweihe feiern", flachste Alexander Bathge aus Havelberg. Was er mit seinen Jugendweihe-Einnahmen vor hat? "Das Geld wird für später angelegt, kommt aufs Sparbuch", sagte er. Dort sei es gut aufgehoben. Anders ist es bei Robert Techel, ebenfalls aus der Domstadt. "Ich halte schon seit langer Zeit nach einem Computer Ausschau. Diesen Wunsch kann ich mir nun erfüllen, wozu ich wohl den größten Teil des Jugendweihegeldes benötigen werde." Am PC möchte Robert vor allem mit Freunden kommunizieren und sich Informationen aus dem Internet holen.

Gut gefallen hat den beiden Jungs auch das Rahmenprogramm, für das unter anderem das Tanzzentrum Stendal und die Band Lysander mit Sängerin Julia Lehmann sorgten.

   

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