Der Rad- und Gehwegbau soll im Zuge des grundhaften Ausbaus der Ortsdurchfahrt in Warnau mit realisiert werden. Um die genauen Wegeführungen gab es bereits mehrere Diskussionen. Zuletzt in der Sitzung des Bauausschusses. Knackpunkt ist ein zusätzlicher Gehweg, den die Warnauer nicht wollen.

Havelberg. Für den Bau der knapp 900 Meter langen Ortsdurchfahrt auf der Landesstraße 2 ist der Landesbetrieb Bau zuständig. Die Stadt muss ihre Zustimmung dafür geben. Außer der Straße wird von Rehberg aus kommend auf der linken Seite ein anderthalb Meter breiter Gehweg errichtet. Auf der rechten Seite soll er dort, wo er fehlt, komplettiert werden. So ist vorgesehen, die Grundstücke Nummer 20 und 21 in der Alten Lindenstraße durch einen Gehweg anzubinden, obwohl sich die Ortschaft Warnau dagegen ausgesprochen hat. "Für die Gemeinde besteht eine Verkehrssicherungspflicht", erklärte Bauamtsmitarbeiterin Ines Birkholz im Ausschuss. Auch wenn die Eigentümer derzeit ohne Gehweg auskommen wollen, müsse in die Zukunft gedacht werden. "Was ist bei einem Eigentümerwechsel?"

Ortsbürgermeister Dietrich Leu sagte, er könne die Auffassung nicht teilen. Abgesehen davon, dass der Gehweg auf der rechten Seite das Fußwegekonzept durcheinander bringe, gebe es gar nicht so weit weg in Schollene Beispiele, dass es auch andere Lösungen gibt, Grundstücke von der gegenüberliegenden Straßenseite an einen Gehweg anzubinden.

Er zeigte den Ausschussmitgliedern Fotos aus Schollene. Dort haben zehn Grundstücke am Ortseingang von Molkenberg kommend keinen Gehweg. "Die Erreichbarkeit ist hundert Prozent gewährleistet von der anderen Seite." Von diesem Gehweg führen Stege gegenüber den Grundstückseingängen an die Straße. Er habe mit Anwohnern gesprochen, sie seien damit zufrieden, berichtete der Ortsbürgermeister im Havelberger Bauausschuss. "Wir würden diese Lösung, die es in Schollene gibt, favorisieren und bitten darum, den Plan in dieser Hinsicht zu ändern."

Bauausschussvorsitzender Fred Lähns ließ zu diesem Punkt gesondert abstimmen. Zwei Mitglieder sprachen sich für den Vorschlag der Ortschaft aus, zwei dagegen. Somit liegt dem Hauptausschuss am kommenden Montag die Beschlussvorlage so vor, wie die Verwaltung sie vorgelegt hat.

Gesondert abgestimmt wurde auch über den kombinierten Geh- und Radweg am Ortseingang von Garz aus gesehen. "Der Bedarf für einen Gehweg besteht dort nicht", sagte Dietrich Leu. Aus den in der Sitzung hervorgebrachten Sicherheitsgründen könne er aber dem Wegebau dort zustimmen. Das taten auch die vier stimmberechtigten Ausschussmitglieder.