Waffel- und Glühweinduft lag am Sonnabend in Garz in der Luft. Viele Gäste von nah und fern verbrachten gemütliche Stunden an der Fachwerkkirche. Zum Konzert war im Gotteshaus kein Platz mehr frei.

Garz l Mit ihrer achteckigen Fachwerkkirche, die wieder farbig angestrahlt wurde, haben die Garzer ein Pfund, mit dem sie auch zum Weihnachtsmarkt wuchern konnten. Bis zu den Havelhöfen zog sich das bunte Treiben hin. Dort, im Warmen, zeigten die "Spinn-Weben" aus dem Havelland mit Weben, Spinnen und Seilern altes Handwerk.

Draußen boten in den Buden und an den Ständen Garzer sowie Gäste von außerhalb diverse weihnachtliche Produkte zum Naschen oder als Geschenkartikel an. So verlockte zum Beispiel die Grünkohlpfanne von Bärbel Garz zum Kosten. Gemeinsam mit Peggy Vitense betreute sie diesen Stand. Nebenan bot Waltraud Aust aus Wulkau Keramik von der Behindertenwerkstatt Wismar an. Das war bereits zum Kartoffelfest im Haveldorf sehr gut angenommen worden, so dass sie dieses Mal Weihnachtliches mitgebracht hatte. Selbstgestrickte Socken in verschiedenen Mustern und Farben hatte Sabine Spiesmacher aus Strodehne im Angebot. Sie war bei allen drei Garzer Weihnachtsmärkten mit dabei, mag die "sehr nette Atmosphäre hier".

Feurig ging es am Stand von Katja Lucke und Lars Braunsdorf zu. Neben Eierpunsch und heißer Schokolade schenkten sie Feuerzangenbowle aus. Tütenweise Plätzchen sowie Schokofrüchte boten Angela und Martina Schneider an. Die Plätzchen hatten Monique Rosenburg, Angelika Wendt, Bärbel Garz und Astrid Braunsdorf in der "Weihnachtsbäckerei" der Ortsbürgermeisterin und Vorsitzenden des Orts- und Kulturvereins gebacken. Am Sonnabend wurden Waffeln gebacken. Diverse Honigprodukte hatten Marion und Rolf Mischke mitgebracht. Die Imkerei ist im Havelland ansässig und kommt gern nach Garz. "Der Markt ist zwar nicht sehr groß, aber sehr niveauvoll", lobten sie. Die Gaststätte "Zum Quappenwinkel" schenkte unter anderem Glühwein aus und kümmerte sich um Grillgut. Fischer Wilfried Schulz und seine Frau hatten Fischbrötchen vorbereitet. Bereits zum Mittag luden sie zum traditionellen Bierfischessen ein, was sehr gut angenommen wurde. Crepes waren die Spezialität, die Kristina und Karolin Groos aus Jederitz süß und deftig zubereiteten.

In den Havelhöfen war auch der Wäscheservice aus Havelberg mit weihnachtlichen Angeboten vertreten. Kinder probierten sich mit Rudolf Tkotz von den "Spinn-Weben" beim Seilern aus. Yannick freute sich über ein Springseil. Seine Cousine Elin saß am Spinnrad und fand es ganz schön schwer, den Faden richtig zu ziehen.

Feuerschalen sorgten für wohlige Wärme und Fackeln für romantisches Ambiente. Bis zum Abend hin, wo der Weihnachtsmann Geschenke verteilte, verbrachten Groß und Klein gemütliche Stunden in dem kleinen Haveldorf. Sehr gut besucht war auch das Konzert in der Kirche.

   

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