Den 7. Dezember dieses Jahres wird die Havelbergerin Jutta Hubeny so schnell nicht vergessen. Denn an diesem Tag war - von ihr zunächst unbemerkt - ein Brand in ihrer Küche ausgebrochen.

Havelberg l "Ich war im Keller beschäftigt, als ich plötzlich den lauten, kreischenden Ton des Rauchmelders in meiner Wohnung im Obergeschoss hörte", erzählt Jutta Hubeny. Zusammen mit ihrer Tochter Judith Tetzlaff, die eine andere Wohnung in dem Haus bewohnt, eilte sie aus dem Keller, um nach dem Rechten zu sehen. "Was ich dann sah, trieb mir den Schrecken in die Glieder. Denn in der Küche standen der Herd und die Abzugshaube lichterloh in Flammen." Jutta Hubeny wählte den Notruf der Feuerwehr, während ihre Tochter das Schlimmste zu verhindern suchte. Mit einem dicken Tuch gelang es ihr schließlich, das Feuer auszuschlagen. Die von der Leitstelle alarmierten Wehren aus Havelberg und Sandau brauchten nicht mehr einzugreifen.

"Dennoch war der Schaden immens", berichtet die Seniorin. Die gesamten Einrichtungsgegenstände in der Küche wurden unbrauchbar, die Holzdecke, die Wandverkleidungen und auch das Parkett durch Hitze, Rauch und Flammen stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch im Flur und in anderen Räumen hat der schwarze Rauch Spuren hinterlassen. Über eine Woche lang hielt sich der Brandgeruch im Haus.

Die genaue Brandursache steht bis heute nicht fest; ein Eigenverschulden lag jedoch nicht vor. Dieses konnten Brandursachenermittler der Kriminalpolizei Stendal eindeutig ausschließen.

Heute kann Jutta Hubeny schon wieder lachen. "Das Weihnachtsfest lief in der Familie bereits ganz normal ab", sagt sie. "Denn die Polizei, die Feuerwehr und die Versicherung haben wirklich ganz schnell gearbeitet. Und gar superschnell waren die Handwerksbetriebe aus Havelberg, die ich mit der Beseitigung der Schäden beauftragte. Sie waren, trotz vieler anderer Aufträge, sofort zur Hilfe bereit, haben sich untereinander prima abgestimmt und einfach großartige Arbeit geleistet", möchte sie sich namentlich vor allem bei Norbert Krienke, Peter Köppe, Björn Herzer, Martin Ziesemann, Fred Steinert und Hans-Joachim Ogrodowski bedanken. "Solch schnelle Hilfe nach so einem schlimmen Ereignis ist wirklich beispielgebend", findet Jutta Hubeny. Und was sie noch erwähnenswert findet: "Man muss nicht lange sonstwo nach entsprechenden Fachleuten suchen, denn wir haben in Havelberg wirklich alle vor Ort." Fred Steinert von der Firma Möbel-Magnat habe ihr sogar spontan angeboten, eine provisorische Küche aufzustellen, bis die neue geliefert werden kann. "Aber zum Glück hat meine Tochter auch noch eine Küche im Haus, so dass sich das Provisorium nicht notwendig machte."

Heute sieht ihre Küche wie neu aus, nur die bestellte neue Einrichtung fehlt noch. Diese muss ja schließlich auch passen.

Nach diesem schlimmen Erlebnis kurz vor Jahresschluss "kann ich jedem nur empfehlen, sich Rauchmelder im Haus anzubringen. Denn die kleinen Geräte retten wirklich Leben beziehungsweise Hab und Gut. Ohne den Alarm im Haus hätte der Dachstuhl wenig später voll in Flammen gestanden".

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