Ihre Sportlichkeit stellten die Mädchen und Jungen der Kuseyer Grundschule am Mittwoch wieder einmal unter Beweis. Sie traten trotz Schneemangels zur Winterolympiade an.

Kusey l Keine Schneekanone weit und breit und von der natürlichen weißen Pracht war am Mittwoch in Kusey auch nichts zu sehen. Und trotzdem traten die Grundschüler zur Winterolympiade an. Sechs verschiedene Disziplinen aus dem Wintersport galt es zu bewältigen. Mit dabei waren die Klassiker Rodeln, Skispringen, Eishockey und Eisschnelllauf. Weniger bekannt dürften hingegen der Schneeballzielwurf und der Schlittenlift sein, wie Wolfgang Mosel vom Sportverein augenzwinkernd bestätigte.

Die Schneebälle waren dann doch aus warmem Schaumstoff, und statt auf den aufgestellten Schneemann aus Holz sollten die Kinder mit den Bällen in eine Kiste treffen. Ähnlich abgewandelt sah die Aufgabe Schlittenlift aus. Auf einer schräg nach oben angestellten Bank sitzend, mussten sich die Schüler nur mit Armkraft zur Sprossenwand hochziehen. Keine leichte Aufgabe, wie Lina Panzer aus der ersten Klasse schnell feststellte. Die "Eisschnelllaufbahn" zeigte sich als Slalomparcours, der mit je einem Tuch unter den Schuhen, über das Parkett gleitend zu absolvieren war. Schnelligkeit in Kombination mit Geschick und Aufmerksamkeit waren hier gefordert.

Das Skispringen stellte sich als möglichst weiter Hüpfer von einem Hocker heraus und ebenfalls im Slalom ging es mit Hockeyschläger und Puck beim Eishockey um die Pylonen herum. Körperspannung halten, lautete die wichtigste Regel beim Rodeln. Denn bäuchlings auf dem Rollbrett liegend kommt man nur schwer voran, wenn die Füße hinten herumzappeln. Das merkte auch Kenneth Müller aus der dritten Klasse.

Unterstützt wurden die Lehrer einmal mehr durch den Sportverein Kusey. Wolfgang Mosel, Dietmar Bleiß und Michael Schulz betreuten neben Detlef Schultz die Stationen. Nach so viel Kraft-, Ausdauer- und Konzentrationstraining hatten sich die Schüler nicht nur eine Pause, sondern auch eine Belohnung verdient. Und die gab es noch am Mittwoch. Allerdings erst um Mitternacht. Zu dieser Zeit schloss nämlich das Internet-Portal zur Abstimmung für die Aktion "Mission Olympic", an der die Kuseyer Grundschule und der Sportverein als Initiative teilgenommen hatten. "Am Mittwochnachmittag habe ich ganz erstaunt erstmal tief Luft geholt", gesteht Schulleiterin Claudia Mühl. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Anzahl der Stimmen für die Kuseyer nahezu verdoppelt. "Von rund 980 Stimmen am Mittag auf knapp 1800 am späten Abend. Da wurde der Abstand zum Führenden ruckartig geringer. Aber Platz Zwei und 300 Euro für unsere Schule sind auch toll", freut sich die Schulleiterin und dankt allen, die abgestimmt haben. Der Gewinn ist für den sportlichen Bereich der Schule gedacht, kündigt Claudia Mühl an. "Wir brauchen Floorball-Schläger für die Kinder. Die könnten wir von dem Geld kaufen", sagte sie.

   

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