Der jüngste Teilnehmer war Ben Grabenberg mit 17 Jahren, der älteste Peter Stadolka mit 73 und die älteste Dame im Feld hieß Christiane Schierhorn mit 57 Jahren: Der 3. Sparkassen-Triathlon am Sonntag in Wanzleben erwies sich als Treffen der Generationen.

Wanzleben l "Ein bisschen Herzklopfen", sagte Mitorganisator Stefan Götze vom SV Blau-Weiß Wanzleben, "hatte ich schon." Verursacht wurde es von der gegen 11 Uhr gekappten Stromversorgung für die Messtechnik, die für eine Startverzögerung von 30 Minuten gesorgt hatte. Letztlich freute sich Götze aber über einen reibungslosen Ablauf bei der dritten Auflage des Sparkassen-Triathlons über 500 Meter im Wasser, 23 Kilometer auf dem Rad und 4,5 Kilometer auf der Laufstrecke, zu dem die Blau-Weißen gestern geladen hatten. Auf der Distanz waren Sandra Petersohn aus Dessau in 1:13:46 und Frank Schräpel aus Magdeburg in 1:02:50 Stunden die schnellsten Athleten.

Einige waren weit gereist, um am Wettbewerb für Jedermann teilzunehmen. Dieter Korth hatte sogar 230 Kilometer von Dresden nach Wanzleben auf sich genommen, um Platz 43 in der Gesamtwertung der Herren zu belegen. Beate Brandes hat die 196 Kilometer von Gera in die Sarrestadt nicht gescheut und sich mit dem zweiten Gesamtrang bei den Frauen belohnt. "Weit gereist, um erfolgreich zu sein", sagte Blau-Weiß-Präsident Rüdiger Petrasch lächelnd.

Die meisten der 110 Starter (123 waren gemeldet) werden vor ihrer ersten Disziplin weniger gelächelt haben. "Schwimmen", weiß Christiane Schierhorn aus Wernigerode, "ist das schwierigste." Die 57-Jährige war die älteste Starterin bei ihrem erst zweiten Triathlon überhaupt. Infiziert wurde sie von ihrem Mann Christoph (Platz 32), den sie 2012 zur zweiten Auflage des Wanzleber Triathlons begleitet hatte. "Danach habe ich extra Kraulunterricht genommen. So begeistert war ich", sagte die Dame, die sonst eher auf den langen Laufstrecken im Trikot ihres Vereins Harz-Gebirgslauf zu finden ist.

Christiane Schierhorn hatte sich also wie alle anderen Athleten nach der Eröffnungsrede durch die Schirmherrin, Bürgermeisterin Petra Hort, durch das Wasser im Spaßbad gekämpft - zehn Bahnen lang. "Das Wasser hat 26 Grad. Beste Voraussetzungen also für die Triathleten", meinte Schwimmmeister Michael Stridde, der mit Kollege Jan Tiedge die Teilnehmer fest im Blick hatte. Die 57-jährige Wernige- röderin stieg dann als Vorletzte aus dem Becken, "aber beim Radfahren habe ich aufgeholt". Letztlich belegte sie den 87. Gesamtplatz (1:26:43 Stunden) und Rang fünf bei den Frauen.

Radfahren ist auch bei Peter Stadolka die beliebteste Disziplin. 73 Jahre alt ist der Mann, der früher das Tor der zweiten Fußballmannschaft von Traktor Haldensleben hütete ("40 Jahre ist das mindestens her") und den es dann auf die Laufstrecken zog. "Seit 24 Jahren betreibe ich Triathlon", sagte der Senior. Und natürlich habe dem ältesten Starter bei seiner dritten Teilnahme in Wanzleben die Hitze zu schaffen gemacht. "Ich bin aber immer zufrieden, wenn ich durchgekomme", erklärte er lächelnd - auch als Letzter in der Gesamtwertung und als Erster in der Altersklasse 70.

Während Stadolka gestern bereits seinen vierten Wettbewerb des Jahres bestritt, musste Ben Grabenberg in dieser Saison in der Fußball-Landesliga der B-Jugend zunächst den Klassenerhalt mit dem SV Irxleben erreichen. "Wir haben es geschafft", freute sich der 17-Jährige. Seit knapp zwei Jahren nimmt der Auszubildende zum Groß- und Außenhandelskaufmann nun an Triathlons teil. In Wanzleben war der Kicker damit der jüngste Starter und Erster seiner Altersklasse 18 (1:18:54 Stunden).

Stefan Götze möchte 2014 selbst wieder teilnehmen, denn dass es eine vierte Auflage geben wird, steht außer Frage. "Voraussichtlich am 6. Juli", erklärte Rüdiger Petrasch. Er hofft dann erneut auf eine große Unterstützung der Sponsoren und 36 Helfer, bei denen er sich genauso bedanken möchte wie bei den Kampfrichtern Steffen Schöler und Thoralf Schmidtschneider vom Triathlonverband Sachsen-Anhalt. Die Vorbereitungen auf den vierten Wettbewerb beginnen aber noch nicht heute, sagte Götze, denn "am Montag muss ich auf Montage nach Kassel".

   

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