Oschersleben (mb) l Andrea Korsch aus dem Wiesenpark-Team führt häufig Gruppen durch den Tierpark. Gern erzählt sie dabei Geschichten wie die vom Muffelwidder Hansi, der ein ganz schöner Stänker ist. Der hatte nämlich Damhirsch Heinrich mal richtig vollgemotzt. Doch Heinrich ließ sich das nicht bieten und jagte seinen Widersacher gehörig durchs Gehege. "Der hat ihm gezeigt, wer der Stärkere ist", sagt Andrea Korsch. "Genau wie in der Natur."

Zu vielen Tieren kann sie solche Geschichten erzählen. Zum Beispiel auch von Gerda. Gerda war eine Flugente. Die musste jemand nachts über den Zaun gesetzt haben ins Gehege, das Schwan und Enten bewohnen, vermutet die Wiesenpark-Mitarbeiterin. Zuerst hat sie sich unter den Fichten versteckt. Dann wagte sie sich ans Wasser, um zu trinken. Da hat ihr der Schwan heftig zugesetzt, sie hat standgehalten, das hat er dann akzeptiert, und schließlich seien sie einträchtig nebeneinander hergeschwommen. Aber Gerda hat letzten Endes doch die Freiheit gewählt. Sie ist davongeflogen. Doch da ist sie wohl das einzige Tier, das sich in diesem Park nicht wohlgefühlt hat.

Leider zieht der Schwan seit drei Jahren allein seine Bahnen auf dem Teich. Ein Fuchs hat die Schwanenfrau vor drei Jahren geholt. Es war Winter, der Teich war zugefroren, und die Schwanenfrau konnte nicht schnell genug weg. Der Schwan hat lange getrauert, erzählt Andrea Korsch. Fast ein halbes Jahr ist er immer wieder in die Richtung geschwommen, in die der Fuchs die Schwanenfrau gezogen hat.

Das 3. Wiesenparkfest ist für den 8. September geplant. Dabei geht es natürlich um die rund 300 Tiere, aber zusätzlich bieten der Förderverein und weitere Akteure viele andere Aktionen.