Edeltraud Lukes gehört zu den acht Pauschalkräften der Gemeinde Sülzetal, die bis November auf den Friedhöfen für Ordnung sorgen. Die Bahren- dorferin erntete für ihre Arbeit öffentliches Lob in einer Gemeinderatssitzung.

Sülzetal/Bahrendorf l Gerade im vergangenen Jahr, als die Kommunen im Landkreis Börde ohne Ein-Euro-Kräfte auskommen mussten, hagelte es in der Gemeinde Sülzetal viel Kritik über den Zustand der Friedhöfe. Hier war das Fehlen der Ein-Euro-Jobber zuallererst zu spüren. Die Mitarbeiter des Bauhofes konnten die Arbeit im grünen Bereich in den acht Ortsteilen der Gemeinde Sülzetal kaum bewältigen, die Friedhöfe bekamen dies zu spüren. Aber gerade ein Friedhof ist eben auch ein sensibler Punkt und so war der Gemeindeverwaltung und auch dem Gemeinderat klar, dass für 2013 eine neue Lösung gefunden und gehandelt werden musste.

Ursprünglich sollte die Pflege der Friedhöfe an Fremd- firmen vergeben werden. Eine Ausschreibung ergab, dass sich dies die Gemeinde nicht leisten könne. So wurde beschlossen, Pauschalkräfte von Mitte April bis Mitte November einzusetzen. Seit dieser Zeit versehen acht Männer und Frauen ihren Dienst auf den Friedhöfen der Gemeinde Sülzetal. Und dass sie eine gute Arbeit leisten, ist auf den Friedhöfen längst nicht mehr zu übersehen. Lobende Worte fand in der Gemeinderatssitzung im August die Bahrendorferin Bettina Dammaß für die Pauschalkraft in ihrem Heimatort. Rudi Wenzel als amtierender Bürgermeister konnte das Lob nur bestätigen und auf alle Pauschalkräfte, die im Sülzetal eingesetzt sind, ausweiten. Langenweddingens Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek geht sogar soweit zu sagen, dass diese Erfolgsgeschichte unbedingt im kommenden Jahr fortgesetzt werden sollte.

Die lobenden Worte Bettina Dammaß galten Edeltraud Lukes, deren pflegende Hände auf dem Bahrendorfer Friedhof bereits große Spuren hinterlassen haben. Mit viel Herzblut ist die gelernte Gärtnerin im April an ihre neue Aufgabe gegangen. Am Montag war sie mit einer Arbeit beschäftigt, die sie wohl in den nächsten Wochen viel beschäftigen wird: Schon jetzt fällt jeden Tag reichlich Laub an.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat Edeltraud Lukes dem überall wuchernden Efeu bereits erfolgreich den Kampf angesagt. Gepflegt stellen sich nun die Wege auf dem Friedhof dar. Moos und Unkraut sind entfernt. Die 51-Jährige hat das Areal rund um die "Grüne Wiese" gepflegt, Rasen gemäht und Wildwuchs von Sträuchern und Büschen entfernt. Nicht immer war die Arbeit leicht und doch freut sich Edeltraud Lukes über eine Aufgabe, die sie gern erfüllt.