Kinder im Kindergarten- und im Schulalter an den Brandschutz heranzuführen, ist die Aufgabe von Andrea Drebenstedt. Erst in diesen Tagen erklärte sie Wanzleber Grundschülern vieles über das Feuer und die Feuerwehr.

Wanzleben l Um Brände zu verhindern, beginnt die Brandschutzerzieherin der Stadt Wanzleben - Börde, Andrea Drebenstedt, schon ganz früh mit der Brandschutzerziehung. In diesen Tagen ist sie im Rahmen des Sachkundeunterrichts regelmäßig in der Grundschule "An der Burg" in Wanzleben zu Gast.

Etwa 80 Kinder aus den ersten und zweiten Klassen sind ihre "Schüler". "Alle Kinder haben einen Brandschutzhefter bekommen, den sie bis zur vierten Klasse führen und mit allem Wissenswerten zum Thema Brandschutz füllen werden", erklärte Andrea Drebenstedt. So zum Beispiel auch mit dem, was sie bereits in der ersten Doppelstunde über die Feuerwehren gelernt haben. Sie erfuhren, dass es verschiedene Feuerwehren gibt, unter anderem die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr. Auch wie man Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau werden kann und was dabei zur Ausbildung gehört, war ein Thema.

Ein Buch, das gemeinsam durchgearbeitet wurde, gab Hilfestellung, als geklärt wurde, was die Begriffe "retten", "löschen", "bergen" und "schützen" bedeuten. Die Kinder hatten zu all diesen Themen sehr viele Fragen, die Andrea Drebenstedt ihnen fachgerecht beantwortete. "Sehr viele Kinder haben bereits Feuerwehreinsätze gesehen oder auch selber miterleben müssen", weiß die Brandschutzerzieherin aus der Erfahrung der vergangenen Jahre. Nicht immer sei es einfach, diesbezüglich bei Fragen Rede und Antwort zu stehen.

"Gerade zur Weihnachtszeit dürfen viele Kinder zu Hause Kerzen anzünden", sagte Andrea Drebenstedt. Aber auch das korrekte Anzünden einer Kerze möchte gelernt sein, damit es nicht zu einem Schaden kommt. Deshalb nahmen sich die Brandschutzerzieherin und die Kinder auch dafür eine ganze Doppelstunde Zeit, bei der auch die älteren Kinder dabei waren.

Andrea Drebenstedt zeigte den Mädchen und Jungen nicht nur unterschiedliche Kerzen, die es zu kaufen gibt, sondern sie erarbeitete auch gemeinsam mit den Kindern Fakten zum Nutzen und zu den Verwendungsmöglichkeiten der Kerzen. Als Alternative stellte sie auch elektrische Kerzen vor. Um den Unterschied zwischen den Kerzenarten zu demonstrieren, stellte sie einmal ein Wachsteelicht und einmal ein Teelicht mit Batterie in eine selbstgebastelte Weihnachtspapierlaterne. So manches Kind war erstaunt angesichts der Effekte.

Unter Aufsicht durfte nach einer Einführung jedes Kind eine Kerze anzünden. Aber auch das Löschen der Flamme wird geübt. So konnte manches Kind auch schon zu Hause mit den Eltern üben und den Erwachsenen erklären, welche Fehler beim Entzünden der Kerzen häufig gemacht werden.

Andrea Drebenstedt aus Hohendodeleben ist als festangestellte Brandschutzerzieherin in den Schulen und Kindertagesstätten in der Einheitsgemeinde tätig und kümmert sich so auch darum, dem Nachwuchs die Arbeit der Feuerwehr näherzubringen. Erst kürzlich erhielt sie für ihr Engagement in der Feuerwehr das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze.