Von Ralf Franke

Osterburg l Ein Deja-vu erlebten gestern Norbert Krebber vom Wahrenberger Verein für Umweltbildung und Kultur "VITOS" sowie der Chef des Osterburger Möbelhauses Matthias Apel. Nachdem der Verein fast exakt vor einem Jahr schon einmal an gleicher Stelle über die Europa Möbelstiftung, in die auch das Osterburger Unternehmen einzahlt, 4580 Euro für die Nachwuchsarbeit in der Region in Empfang nehmen durfte (wir berichteten), traf offenbar auch das Nachfolgeprojekt den Nerv der Jury. Dieses Mal stand auf dem symbolischen Spendenscheck, den Matthias Apel an Landschaftsarchitekt und Vereinsmitglied Norbert Krebber weiterreichte, sogar die Summe von 7200 Euro.

Während das Motto in diesem Jahr "Zukunftsbäume für die Altmark" hieß, dreht sich die Verwendung der neuen Spendenmittel im kommenden Jahr rund um das Thema "Naturschutz ist gesund". Das heißt unter anderem, dass dann weniger Bäume, sondern vermehrt Hecken gepflanzt werden, die markante Früchte tragen, die idealerweise auch noch essbar sind. Zum einen für Menschen, zum anderen aber auch für Tiere von Insekten bis zu Säugern, die in hiesigen Breitengraden überwintern und sich im Herbst einen Vorrat für die kalten Tage anlegen, erklärte Krebber am Beispiel von Haselnuss, Sanddorn, Schlehe oder Felsenbirne. Hintergrund für das neue Projekt ist, dass der Zugang zu Naturthemen so für Kinder viel lebendiger gestaltet werden kann. Dazu haben die Knirpse von acht Tagesstätten der Region die Möglichkeit, im kommenden Jahr mit der Heckenplanung bei der Gestaltung ihrer Einrichtungen ein Wörtchen mitzureden. So wie die Mädchen und Jungen der evangelischen Kita, die gestern stellvertretend für ihre Altersgenossen schon einmal zu Stift und Papier greifen durften, um ihrer Fantasie sozusagen freien Lauf zu lassen.

Das Möbelhaus will bei diesem Thema auch mitmischen. Wenn 2012 das 115-jährige Firmenjubiläum bei Apel gefeiert wird, sollen auf dem Gelände des Möbelhauses entsprechende Hecken gepflanzt werden, so Matthias Apel.

Norbert Krebber dankte dem Osterburger Unternehmer und der Stiftung für deren Engagement. Es sei gut, dass die Wirtschaft auf diesem Weg in die Umweltbildung investiere. Die öffentliche Hand könne das auf Dauer nicht alleine stemmen.