Die Dährer Ratsmitglieder haben noch nicht abschließend über die Zukunft des Waldbades entschieden. Wenn der Verbandsgemeinderat die gewünschte Finanzhilfe bewilligt, soll die Freizeitstätte in diesem Jahr wieder geöffnet werden.

Dähre l "Waren wir heute umsonst hier?" Das fragten sich die Waldbadfreunde nach der Ratssitzung am Montagabend. Sie engagieren sich als Interessengemeinschaft schon seit Jahren für den Erhalt der Freizeitstätte in Dähre und haben auch für diese Saison wieder ihre Hilfe angeboten. Doch sie wissen nicht so genau, woran sie sind.

Bürgermeister Harald Heuer hatte zuvor die Ratsleute über den Mehrheitsbeschluss des Verbandsgemeinderates informiert, die Waldbäder in Dähre und Apenburg nicht mehr zu betreiben. Wenn die Verbandsgemeinde (VG) diese Immobilien nicht mehr zweckentsprechend nutze, dann gingen sie an die Herkunftsgemeinde zurück, erinnerte er an die Nutzungsvereinbarung. "Wir werden beim VG-Rat einen Zuschuss in Höhe von 30000 Euro beantragen. Sollte diese Summe bewilligt werden, könnten wir das Waldbad in dieser Saison weiterbetreiben", erklärte Harald Heuer. Die 30000 Euro seien nicht aus der Luft gegriffen, ergänzte Ratsherr Bernd Hane. "Wir müssen mit etwa 40000 Euro rechnen. 10000 Euro haben wir gerade in unserem Haushalt für das Waldbad reserviert", sagte er. Die Summe würde sich sicher durch den Einsatz der Interessengemeinschaft etwas nach unten drücken lassen. "Aber es wäre besser, wir hätten eine kleine Reserve für Reparaturen", fügte Bernd Hane hinzu. Er erinnerte daran, dass die Gemeinde mit dem Waldbad seit zehn Jahren von einem Jahr zum anderen schaue, ob die Öffnung möglich sei. "Ich sehe einen Sinn, es weiter zu betreiben. Aber finanziell können wir es allein nicht meistern", sagte Bernd Hane.

Der VG-Rat wird während seiner Sitzung am Mittwoch, 24. April, in Beetzendorf über den Antrag entscheiden. Die Dährer Ratsleute setzen sich am Montag, 29. April, ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bonese zusammen, um endgültig eine Entscheidung in Sachen Waldbad zu treffen. "Die Zeit drängt", mahnte Bernd Hane an. Harald Heuer hofft, falls sich der Rat für den Betrieb entscheidet, dass dann viele der 770 Unterzeichner der Unterschriftenliste bei Arbeitseinsätzen und beim Kassieren mit aktiv werden.