Inklusion im Integrationsdorf: Zwölf Schüler der Arendseer Fontane- und zwölf von der Regenbogenschule Salzwedel gestalteten ein Graffitiprojekt. Mit fachlicher Hilfe von "Farbkraft" und Finanzkraft der Aktion Mensch gestalteten die Teilnehmer Kunst an Litfaßsäule und Kegelhalle.

Arendsee l "Aber die Mädchen und Jungen bemalten nicht nur die Wände mit Farbe, sondern auch sich selbst", blickte Projektleiterin Nicole Feldner vom Integrationsdorf Arendsee auf die Projektarbeit zurück. Bunte Farbe zeigte sich in Haarsträhnen, Gesichtern und den weißen Schutzanzügen, die sie beim Sprayen trugen.

Zuvor hatten Lars-Christian Klaas und Martin Klahs von der Salzwedeler Firma Farbkraft den jugendlichen Teilnehmern - zwölf von der Arendseer Fontane-Gemeinschaftsschule und zwölf von der Schule unterm Regenbogen Salzwedel -die fachlichen Grundlagen des Graffiti-Vorhabens beigebracht. Gemeinsam erarbeiteten sich die Teilnehmer mit und ohne Behinderung in Zweierteams die Ideen und Skizzen für ihre Werke.

"Dabei halfen sie sich gegenseitig und die Lehrer und Betreuer blieben eher im Hintergrund", so Feldner. Es habe keinerlei Berührungsängste gegeben und die Zusammenarbeit ging sogar über das Workshop-Anliegen hinaus bis ins ganz Persönliche. "Man hatte das Gefühl, da agiert eine einzige Klasse, und nicht zwei", schätzte sie ein.

Und auch die künstlerischen Ergebnisse an den Wänden seien sehr sehenswert. Deshalb ihr Fazit: "Das war gelungene Inklusion mit Farbkraft!" Denn Inklusion bedeute, dass jeder Mensch entsprechend seinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Fertigkeiten mit anderen zusammenwirken kann. Diese Möglichkeit sei in dem Freizeitprojekt gelungen auch dank der finanziellen Förderung durch die Aktion Mensch.