Die Elektromobilität hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Wie die aktuellen Trends aussehen, darüber informierten Mitarbeiter der Uni Magdeburg die Mitglieder des Wirtschaftrates der CDU bei ihrem Besuch in der Firma Wipag in Gardelegen.

Gardelegen l "Das Thema Energiewende begleitet uns schon das ganz Jahr, die Elektromobilität ist dabei ein wichtiger Faktor", sagt Friedrich von Bismarck, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates der CDU. Am Mittwoch trafen sich zahlreiche Unternehmer auf Einladung des Wirtschaftsverbandes beim Unternehmen Wipag in Gardelegen, um sich von Experten der Universität Magdeburg über aktuelle Trends der E-Mobilität informieren zu lassen.

"Über 5800 Menschen haben hier Arbeit."

Konrad Fuchs, Bürgermeister von Gardelegen

Zunächst nutzte Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs die Gelegenheit, den Wirtschaftsstandort Gardelegen vorzustellen. "5800 Menschen haben hier Arbeit, die Arbeitslosenquote liegt unter acht Prozent und die Gewerbesteuern waren noch nie so hoch", sagte das Stadtoberhaupt. Für die weitere Entwicklung zeigte er sich optimistisch, im gastgebenden Unternehmen Wipag sieht er einen "Vorzeigebetrieb".

Wipga hat sich mit einem Verfahren zum Kunststoffrecycling einen Namen gemacht und bedient mit derzeit 70 Mitarbeitern die großen Automobilhersteller. Sowohl in Gardelegen als auch im bayrischen Neuburg an der Donau werden Kunststoffe für die Herstellung von Fahrzeugkomponenten aufbereitet. Geschäftsführer Peter Wiedemann sieht in der Energiewende auch Vorteile für seine Branche. Der Trend zu leichteren Fahrzeugkomponenten könnte für einen höheren Stellenwert von Kunststoff sorgen und damit auch seinem Unternehmen zu Gute kommen, sagte er.

"6000 Euro hat der Antrieb gekostet."

Gerd Wagenhaus, Chefentwickler Editha

Dass die Elektromobilität auf dem Vormarsch ist, zeige sich am Beispiel von China. Laut Hermann Kühnle, Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft und Fabrikautomatisierung, gibt es im Land der Mitte bereits über 50 Millionen Elektroräder, Tendenz steigend. In Europa gebe es vor allem bei den Autoantrieben einen Innovationsschub.

Dass das nicht immer teuer sein muss, haben Mitarbeiter des Instituts in Zusammenarbeit mit anderen Lehrstühlen der Otto von Guericke Universität Magdeburg unter Beweis gestellt. Für ihr Projekt Editha haben sie einen schrottreifen benzinbetriebenen Smart aufgearbeitet und mit einem Elektroantrieb versehen. Die Reichweite liegt bei 100 Kilometern. "Knapp 6000 Euro hat der Antrieb gekostet", sagte Chefentwickler Gerd Wagenhaus. Er stellte das Fahrzeug den Unternehmern vor und bot ihnen auch eine Probefahrt an. Zum Abschluss des Abends gab es einen Firmenrundgang.,

 

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