Schönebeck l Plätzchenduft und Weihnachtsmusik ziehen durch die Flure im Kinderheim der Arbeiterwohlfahrt (Awo): es ist Dezember und heute ist Adventsfeier im Haus Achterbahn. Schon vor zwei Wochen wurden Einladungen an Eltern und Freunde und Förderer des Hauses verschickt und alle Bewohner gaben sich größte Mühe, dass das vorweihnachtliche Fest etwas Besonderes wird.

"Die Feier ist auch für die Firmen gedacht, die uns geholfen haben"

Petra Kramer

Denn neben dem Advent gibt es auch noch anderes zu feiern: erst kürzlich ist der aufwändigste Teil von Renovierungsarbeiten in dem Kinderheim beendet worden. Petra Kramer ist stellvertretene Leiterin des Kinderheims: "Die Feier ist auch für die vielen Firmen gedacht, die uns bei den Umbauten geholfen haben". Als eine der Dienstältesten betont sie: "Auf die Firmen ist immer Verlass. Auch wenn am Wochenende mal etwas ist. Sie sind uns eine große Stütze".

Es wurden neue Türen eingesetzt und alle vier Bäder von Grund auf erneuert. Außerdem haben fachkundige Hände die alte Ölheizung durch eine moderne und sparsame Gasheizung ersetzt. Anstelle des großen Öltanks im Keller ist nun ein großzügiger Aufenthaltsraum mit Küche und Fernsehecke entstanden.

"Jedes der Kinder durfte Ideen für die Gestaltung mit einbringen. Schließlich sollen sie sich wohlfühlen." Deshalb sei es jetzt auch so bunt: die Küche gelb, die Wände rot und flieder. Petra Kramer meint dazu: "Aber das zeigt nur die Vielfalt der hier lebenden Bewohner".

In einem angrenzenden Zimmer wird Platz für Spiele sein, und für die tanzbegeisterten Mädchen wird noch eine Spiegelwand angebracht. "Damit sie anständig proben können", erzählt Petra Kramer. "Allerdings dauert es noch etwas, bis die neuen Fenster kommen. Dann erst wird der Raum endgültig fertig sein." Bis Ende des Jahres hofft die Erzieherin, dass die Renovierung auch im Keller abgeschlossen ist. "Dann bleibt nur noch der Flurbereich", gibt Petra Kramer einen Ausblick auf weitere handwerkliche Arbeiten. "Ohne unseren Hausmeister Mario Hanelt hätten wir alles nicht so schnell geschafft. Er hilft uns unglaublich viel, da kann man mit Worten nicht genug danken."

Im Haus Achterbahn wohnen 18 Personen: zwölf im Kinder- und Jugendbereich im Alter von 8 bis 18 Jahren und vier junge Mütter mit ihren Kindern. Ihre Sorgen und Freuden teilen sie täglich mit neun pädagogischen Mitarbeitern.

Die Spende ist unser Geschenk zur Weihnachtszeit"

Jens Knabe, Versorgungs-Mitarbeiter

Die Adventsfeier ist gemeinsame Sache. Jeder gibt aufeinander acht. Beim Basteln und Backen geht es sehr familiär zu. "Später werden wir am Lagerfeuer noch Stockbrot backen und Nachtwächter Jeff Lammel erzählt Geschichten", beschreibt Petra Kramer den anwesenden Gästen den weiteren Verlauf des Abends.

Das Haus Achterbahn konnte sich an diesem Tag auch über ein paar Spenden freuen. Jens Knabe, Mitarbeiter eines örtlichen Versorgungsbetriebes, überreichte beispielsweise einen Scheck. "Wir haben die neue Heizungsanlage installiert. Die Spende ist unser Geschenk zur Weihnachtszeit", erklärt er zur Freude aller Anwesenden.