Die Gemeindebibliothek Glinde kann auf ein positives Jahr 2011 zurückblicken, denn die Zahl der ausgeliehenen Medieneinheiten stieg kontinuierlich.

Glinde l Lehramtsstudent Sascha Wenzel kehrt den Statistiker hervor, wenn er sagt: "Insgesamt wurden in den 60 Öffnungsstunden 250 Medieneinheiten verliehen. Dies entspricht einer Ausleihe von etwa vier Büchern pro Öffnungsstunde und ist bei einer Einwohnerzahl von rund 300 Personen in Ordnung." Zum Vergleich: 2010 waren es 237 Ausleihen.

Die größte Resonanz fand 2011 das Genre der Kriminalromane mit 66 Entleihungen, gefolgt von dem allgemeinen Romanen (41) und den Liebesromanen (34). Eine interessante Entwicklung, da beispielsweise in der Stadtbibliothek Calbe Bücher mit historischem Hintergrund ganz oben rangieren.

Sascha Wenzel spricht von einer "guten und aktuellen Bestückung dieser Bereiche". Sie resultiere aus einer "großen Bücherspendenbereitschaft, nicht nur der einheimischen Bewohner".

"Herzlichen Dank an alle, die uns in diesem Jahr mit 110 Büchern und 214 Zeitschriften unterstützt haben. Denn für den Erwerb von neuer Literatur stehen keine kommunalen Mittel zur Verfügung", unterstreicht der Student.

"Die Aktualität des Bücherbestandes verbesserte sich"

Man würde sich in Glinde über weitere Spenden freuen, diese können zu den Öffnungszeiten in der Gemeindebibliothek Glinde abgegeben werden. Wie der 24-Jährige versichert, bemühe sich die Gemeindebibliothek, die Service- und Nutzungsfreundlichkeit zu erhöhen: "Dabei wurde die bereits 2007 begonnene Aufarbeitung der Bestände der ehemaligen Schulbibliothek des Barbyer Gymnasiums abgeschlossen und die noch verwendbaren Medieneinheiten wurden in neuen Regalen bereitgestellt." Die Bereinigung hatte noch einen weiteren Effekt: Es blieben 791 Kilogramm Altpapier über, durch dessen Verkauf 50 neue Bücherstützen angeschafft werden konnten.

Sascha Wenzel und sein Verein halten Ohren und Augen offen, wenn irgendwo Bücher abgegeben werden. So in Groß Rosenburg, dessen Bibliothek aufgelöst wird.

"Die Aktualität des Bücherbestandes verbesserte sich, sodass vom aktuellen Bestseller bis zum bewährten Klassiker vieles vorhanden ist", wirbt Wenzel für das Ausleih-Lesen.

Damit das so bleibe, sei man auch weiterhin auf Spenden angewiesen, da der Stadthaushalt ziemlich klamm für Neuankäufe sei. "Wir würden uns zum Beispiel über die neue Barbyer Chronik von Professor Engelmann freuen", sagt der Lehramtsstudent mit den Hinweis, dass besonders Regionalliteratur in die Regale gehöre.

Die Bibliothek, Dorfstraße 29, ist freitags von 16-17 Uhr und jeden letzten Sonnabend im Monat von 10.30 bis 12.00 Uhr geöffnet. Die Nutzung ist kostenfrei.