Das Präventionsmobil des Landeskriminalamtes (LKA) hat gestern auf dem Benneckschen Hof in Staßfurt Halt gemacht. Zahlreiche Besucher informierten sich am Vormittag, wie sie Haus und Wohnung sowie Fahrräder richtig sichern können.

Staßfurt. Fred Brehmeier und Bernd Neumann, die das Präventionsmobil des Landeskriminalamtes (LKA) betreuen, standen gestern von 9 bis 12 Uhr auf dem Benneckschen Hof Rede und Antwort. Interessierte Bürger konnten sich bei ihnen über die Sicherung ihres Wohnungs- bzw. Hauseigentums informieren.

"Ich bin überrascht, wie gut das Präventionsmobil besucht war", sagte Bernd Neumann gegen 11 Uhr. "Mehr als 20 Bürger haben wir bis jetzt beraten, und natürlich waren auch viele hier, die sich nur Broschüren mitgenommen haben."

Die Besucher hätten sich für verschiedene Themen interessiert, so der Betreuer des LKA-Mobils. Dabei seien unter anderem Fragen zum Verkehrsrecht und zum Zivilrecht gestellt worden. "Das Gros der Fragen drehte sich jedoch um das Thema Sicherung des Eigenheims", erklärte Neumann. Vor allem die Schwachstellen des Hauses waren von großem Interesse.

"Schwachstellen sind die Zugänge – also Fenster oder Türen –, die von der Straße abgewandt sind, wo sich der Täter unbeobachtet bewegen kann", schilderte Bernd Neumann. Terrassentüren, Fenster im Erdgeschoss oder Zweiteingänge bieten für Einbrecher eine gute Gelegenheit. "Vor allem, wenn diese Eingänge noch durch Bepflanzung oder Bebauung vor den Nachbarn geschützt sind", meint der Mitarbeiter des Landeskriminalamtes. Die Eingangstür hingegen biete keinen so großen Anziehungspunkt für Einbrecher, weil dort die Gefahr zu groß sei, entdeckt zu werden.

"Um Fenster oder Türen sicherer zu machen, gibt es natürlich vielfältige Möglichkeiten", so Neumann. "Welches die richtige Lösung ist, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom Material und der Beschaffenheit der Fenster und Türen."

Für Fenster gibt es beispielsweise Griffe mit Zusatzschloss, Aufhebelsicherungen oder Vorlegestangen, die ein Eindringen erschweren. An Türen lassen sich ebenso Vorlegestangen, Querriegelschlösser, Zusatzschlösser mit Sperrbügeln oder Türgriffketten anbringen.

"Hier in Staßfurt haben sich vermehrt Mieter zum Thema Sicherung der Wohnung informiert. Dabei muss man natürlich beachten, dass sie begrenzten Spielraum haben, weil sie für bestimmte Änderungen erst die Zustimmung des Vermieters einholen müssen", sagt Bernd Neumann. In diesem Fall sei eine Türgriffkette als Überrumplungsschutz eine gute Lösung. Die Türgriffkette kann ohne das Türblatt oder den Türrahmen anzubohren, befestigt werden.

"Es ist auch von Vorteil, wenn ein Schloss über einen Schutzbeschlag verfügt, der von außen nicht lösbar ist. So kann der Schließzylinder nicht aufgebohrt oder abgebrochen werden", erklärte der Fachmann vom LKA.

Um den Bürgern zu helfen, die jeweils richtige Entscheidung zu treffen, bietet das Polizeirevier des Salzlandkreises eine Objektberatung vor Ort an. "So können sich die Kollegen ein besseres Bild machen, ihre Erfahrung weitergeben und auf das jeweilige Objekt zugeschnittene Lösungen anbieten", sagte Bernd Neumann.