Zur Festveranstaltung aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Fördervereins des Staßfurter Salzlandtheaters konnten dessen Vorsitzende Karin Marzahn und ihre Mitstreiter zahlreiche Glückwünsche entgegen nehmen.

Staßfurt l "Was Sie geleistet haben, ist beachtlich und erstaunlich. Das hat dazu geführt, dieses Kleinod wieder zum Leben zu erwecken", lobte der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landtages, Gunnar Schellenberger (CDU), am Freitagnachmittag in seinem Grußwort. Bei einem Förderverein mit 130 Mitgliedern könne er nur sagen: "Hut ab!" Schellenberger sicherte dem Verein zugleich Unterstützung zu, wenn es um die Beschäftigung der Theaterpädagogin gehe, die er als ehemaliger Mathematiklehrer vor Jahren unterrichtet hatte.

Die Grüße des Kreistages und von Landrat Ulrich Gerstner (SPD) überbrachte die Fachbereichsleiterin des Salzlandkreises für Soziales, Familie und Bildung, Petra Czuratis, der die Ehre zuteil wurde, die Festrede zu halten. Sie bezeichnete das Salzlandtheater als eine schöne Spielstätte, die einen auf unterschiedlichste Weise immer wieder fasziniere. Die große Gratulantenschar sei einmal mehr ein Beweis dafür, dass der Verein anerkannt und erfolgreich sei, sagte Czuratis. Dessen Führungsspitze zeichne großes Engagement, Zielstrebigkeit und langer Atem aus, um das Haus zu erhalten, dessen Trägerschaft der Verein am 1. Januar 2006 übernommen hatte. Inzwischen habe man mit den zahlreichen Veranstaltungen einen Auslastungsgrad von rund 70 Prozent erreicht. Nicht weg zu denken seien die Kunst- und Erlebnisbörsen, die Theaterbälle oder die Beteiligung des Hauses an den Salzlandfesten.

Auch für die Kinder und Jugendlichen des Salzlandkreises biete das Theater vielfältige Möglichkeiten. Sie sollten möglichst frühzeitig an das Haus herangeführt werden, empfahl die Fachbereichsleiterin.

"Die Stadt kann stolz darauf sein, dass sich der Förderverein in die Pflicht genommen sah, das Haus und die Aufgabe zu übernehmen", sagte Oberbürgermeister René Zok (parteilos) und fügte hinzu: "Das war gut so." Das, was die damals politisch Verantwortlichen mit dem Verein zur Rettung des Salzlandtheaters verabredet hatten, sei eine weise Entscheidung gewesen. "Unser Theater ist enorm wichtig für die Stadt, insbesondere aber für die Kinder- und Jugendarbeit", schätzte der Oberbürgermeister ein. Seinen Worten zufolge trägt auch der Verein für Integration, Beschäftigung und Soziales (IBS) Lutherstadt Eisleben mit Ein-Euro-Maßnahmen zum Erhalt des Hauses bei. Auch die Stadt müsse weiterhin in der Lage sein, dieses Theater zu unterstützen.

Der brandenburgische Schauspieler Hank Teufer, der als Theodor Fontane nach Staßfurt kam, sagte: "Kunst und Kultur sind das Schaufenster einer Stadt. Und ein Geschäft betritt man nur, wenn die Auslagen dazu einladen." Er lobte deshalb besonders Theaterchef Norbert Viertel, dem es in den dreieinhalb Jahren seiner Tätigkeit in Staßfurt gelungen sei, die Zuschauerzahlen enorm zu steigern. Er sei immer unterwegs, um zu schauen, was gut sein könnte für das Salzlandtheater.

"Für unser Gymnasium ist das Haus ganz wichtig", so Schulleiter Steffen Schmidt.

Hans Günter Fischer, Finanzdirektor der Weltkugel-Stiftung "Zu den drei Weltkugeln", der das Salzlandtheater gehört, sagte: "Wir haben uns in dieses Theater verliebt." Er bedankte sich beim Vorstand des Vereins für dessen großen Einsatz für das Haus und versicherte ihm: "Das Theater wird leben." Und da das ohne Geld nicht möglich ist, übergab Fischer Karin Marzahn einen Scheck über 5000 Euro. Die Salzlandsparkasse, die ebenfalls zu den aktiven Sponsoren des Vereins gehört, schenkte 3000 Euro. Marzahn dankte allen für die Unterstützung.

   

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