Der Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) "Bode-Wipper" Staßfurt übernimmt am 1. Januar die Aufgaben des Abwasserzweckverbandes "Bodeniederung" in Groß Börnecke (Stadt Hecklingen). Letzterer wird dann Schritt für Schritt abgewickelt und liquidiert. Auch danach will der WAZV umfangreich investieren, kündigte Geschäftsführer Dr. Joachim Rosenthal an.

Staßfurt. Die wichtigsten geplanten Investitionen für 2011 sind demnach im Trinkwasserbereich der Bahndüker in der Moorstraße/Industriestraße in Staßfurt, die Fabrikstraße und der Birkenweg in Hohenerxleben, die Kastenstraße in Löderburg sowie die Erneuerung der in diesem Ortsteil noch vorhandenen Bleianschlüsse.

In der Abwassersparte des alten WAZ-Bereiches peilt der Verband in Warmsdorf die Überleitung nach Güsten sowie den Anschluss des Unterlandes an das Kanalnetz an. In Staßfurt sollen die Strandbadstraße, die Industriestraße, der nördliche Teil der Friedensstraße und der Neundorfer Straße sowie die Güstener Straße einen neuen Kanal erhalten. Das gleiche gilt für die Fabrikstraße und den östlichen Teil des Birkenweges in Hohenerxleben.

Im ehemaligen Gebiet des AZV "Bodeniederung" werden Erneuerungsarbeiten in der Kastenstraße in Löderburg und in Westeregeln in der Steinkuhle, in der Weithochstraße, der Hadmerslebener Straße, in der Steinstraße, in der Brunnenstraße, in der Luxemburg-Straße und in der Heine-Straße anvisiert.

Der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr sowie die geplanten Satzungsänderungen können in der nächsten Sitzung der Verbandsversammlung morgen um 16.30 Uhr am Verbandssitz Am Schütz 2 in Staßfurt aber noch nicht beschlossen werden, teilte Dr. Rosenthal mit.

Man müsse erst den Termin der Übernahme der Abwasserentsorgung der Mitgliedsgemeinden des AZV "Bode- niederung" abwarten.

Dieser für die weitere Entwicklung der Abwasserentsorgung in der Region wichtige Termin sei der 1. Januar 2011. Der Umzug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AZV in den Verbandssitz Am Schütz 2 in Staßfurt wird aber bereits am 17. November erfolgen.

"Wichtig ist, dass die Ansprechpartner für unsere Kunden weiterhin die gleichen bleiben", sagte der Geschäftsführer.

"An den Gebühren und Beiträgen wird sich bis zur nächsten Kalkulation nichts ändern"

Seinen Worten zufolge werde es für den Bereich des AZV Bodeniederung eine separate Gebühren- und Beitragssatzung im sogenannten Abrechnungsgebiet 2 geben. Dr. Rosenthal: "An den Gebühren und Beiträgen wird sich für beide Gebiete bis zur nächsten Kalkulation nichts ändern."

Die Beschlüsse zu den neuen Satzungen seien für den Januar 2011 geplant.

Bei der Aufstellung des Wirtschaftsplanes 2011 war es wichtig, eine klare Abgrenzung zwischen dem Bereich Trinkwasser sowie den Abrechnungsgebieten 1 und 2 vorzunehmen.

"Für alle drei Einrichtungen wurden separate Teilpläne aufgestellt", sagte der Geschäftsführer. Im vorgelegten Entwurf schließen alle drei Bereiche das Jahr 2011 jeweils verlustfrei ab.

In diesem Zusammenhang verwies Dr. Rosenthal ausdrücklich auf die Festlegungen im Übernahmevertrag zwischen dem Wasser- und Abwasserzweckverband "Bode-Wipper" und dem AZV Bodeniederung. Darin sei klar geregelt, dass alle Gebühreneinnahmen des AZV bis zum 31. Dezember dieses Jahres ausschließlich dem AZV zur Verfügung stehen.

"Damit wird sich der Wasser- und Abwasserzweckverband ,Bode-Wipper‘ auf keinen Fall an der Beschlussfassung zur Rückzahlung der Schmutzwassergebühren beteiligen", betonte Dr. Rosenthal.