Schneefall und Eis, dazu ein pfeifender Wind und klirrende Kälte – Für den Winterdienst wurde der Einsatz auf den Straßen über die Feiertage zur Herausforderung. In der Stadt Hecklingen machte Autofahrern vor allem die Kreisstraße zwischen Hecklingen und Groß Börnecke zu schaffen. Am Montag ließ die Kreisstraßenmeisterei auf der viel genutzten Strecke, die auch Zufahrt für Firmen im Gewerbegebiet "Bodewiesen" ist, die Schneemassen von einem Radlader räumen.

Hecklingen. Die hauseigene Wintertechnik der Kreisstraßenmeisterei genügte den Anforderungen auf der Kreisstraße 306 nicht. Die Technik scheiterte an Verwehungen mit meterhohen Schneebergen. Das Räumen der Straße wäre mit den sonst üblichen Winterdienstfahrzeugen nicht möglich gewesen, sagt Steffen Wendel, Standortleiter der Kreisstraßenmeisterei, zuständig für den Bereich Süd. "Wir mussten ein Fremdunternehmen mit einem Radlader beauftragen", informiert er weiter. Ein normales Schiebeschild hätte nichts genützt. "Der Schnee musste weggehoben werden", begründet er den Einsatz der Spezialmaschine. Montagabend der Radlader auf der Börnecker Straße gefahren. Seinen Worten zufolge ist die Straße seitdem wieder frei.

Dass die Verbindung zwischen Hecklingen und Groß Börnecke als vielgenutzter Abschnitt ein für Pkw und Lkw wichtiger Bereich ist, kann Wendel bestätigen. Auch weil das Gewerbegebiet "Bodewiesen" in Gänsefurth über die K 306 erreichbar ist. Unter anderem sind Busse der Firma Haubold oder Lkw der Schloßbrunnen Wüllner GmbH & Co. KG auf die Zufahrt angewiesen.

In den letzten Tagen hatten starke Verwehungen vor allem im Bereich der Einfahrt zum Gewerbegebiet zu Behinderungen geführt. Über den Stand der Dinge hält sich die Kreisstraßenmeisterei auf dem Laufenden. "Wir haben regen Kontakt zu den Unternehmen vor Ort", sagt Wendel und fügt hinzu, dass auch die Stadtverwaltung in Hecklingen gestern auf ihn zukam, um mitzuteilen, dass die Börnecker Straße nach dem Einsatz des Radladers nun wieder ohne Probleme befahrbar ist.

Unterdessen geht die Arbeit der Männer der Kreisstraßenmeisterei weiter. Im Bereich Süd werden täglich vier Routen mit jeweils rund 170 Kilometern gefahren. Im Zwei-Schicht-Rhythmus rückt der Wintertrupp aus. 3 Uhr morgens starten die ersten Fahrzeuge. Aschersleben, Bernburg, Hecklingen, bis nach Cochstedt führt ihr Weg.

Und warum sind trotz der winterlichen Verhältnisse derzeit kaum Schneezäune zu sehen? Steffen Wendel erklärt, dass die Zäune vor dem Kälteeinbruch, als der Boden noch nicht gefroren war, nicht aufgestellt werden konnten. Die Äcker seien zum Teil so vernässt gewesen, dass die Landwirte ihre Rüben nicht abfahren konnten, erinnert er daran, dass die Flüsse Ende November knapp davor waren, über die Ufer zu treten.

Im Großen und Ganzen ist die Beschaffenheit der Schneezäune seiner Ansicht nach auch nicht auf die derzeitige Witterung ausgerichtet. Schnee, der über die Äcker fege, pfeife durch die Zäune hindurch.

Künftig, so Wendel, will die Kreisstraßenmeisterei noch enger mit Unternehmen und Städten zusammenarbeiten, um möglichen weiteren Schneemassen schneller Herr werden zu können.

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