20 Jahre ist die Stadt Güsten gut gefahren mit der Erdgas Mittelsachsen GmbH (Sitz in Schönebeck) als Vertragspartner, wie dem Gespräch zwischen Bürgermeister Zander und EMS-Geschäftsführer Jens Brenner gestern zu entnehmen war. Die Ränzelstecher sind zudem Gründungsmitglied und Gesellschafter des Erdgasversorgers.

Güsten. Nachdem der Stadtrat den entsprechenden Beschluss abgenickt hatte, unterschrieb Bürgermeister Zander gestern den Konzessionsvertrag für weitere 20 Jahre. Für ihn sei es vor allem von Vorteil, dass der Versorger ganz in der Nähe zu finden ist. So existiere von der EMS auch in Hecklingen ein Stützpunkt.

"Mit dem Konzessionsvertrag gesteht die Stadt uns das Recht zu, auf ihrem Gebiet Leitungen zu legen, sie zu betreiben und notfalls zu reparieren", erklärt Geschäftsführer Brenner. Letzteres sei bislang kaum nötig gewesen. Das gut 40 Kilometer lange Erdgasnetz in Güsten ist relativ neu. Dazu gehören 1158 Hausanschlüsse und 1521 Zähler.

Nicht zu verachten sind unterdessen auch die Einnahmen aus der Konzessionsabgabe des Energie-Dienstleisters. 13 800 Euro waren es im Jahr 2009 für die Stadt Güsten.

Die hält übrigens 2,11 Prozent der Stimmrechte in der GmbH, was zudem auch der Gewinnbeteiligung entspricht. Mit Güsten sind es insgesamt 17 kommunale Gesellschafter, die 51 Prozent der Unternehmensanteile halten. Auch die Stadtwerke Staßfurt sind beteiligt (13,34 Prozent).

Dass auch der neue Konzessionsvertrag wieder über eine so lange Laufzeit verfügt wie der alte bis September 2011 gültige, begründet EMS-Chef Brenner mit der Planungssicherheit, die der Versorger für ebenso langfristige Investitionen benötigt. Und dass Güsten wie sieben weitere Kommunen nahtlos an die Zusammenarbeit anknüpfe, sei für ihn auch eine Würdigung der bisher geleisteten Arbeit der EMS.