Ronneburg /

Staßfurt ( sam ). Steffen Schreiber lässt sich nicht so einfach in die Karten schauen. Der Trainer des Mitteldeutschen Handball-Oberligisten HSV Ronneburg weiß bereits, wie er sein Team heute gegen den HV Rot-Weiss Staßfurt taktisch einstellen wird. Anwurf ist um 19 Uhr. Sein Gegenüber Steffen Wartmann weiß die taktische Ausrichtung zu kennen. In den vergangenen Partien ließ Schreiber nämlich eine 5-1 spielen. " Der Vorgezogene zeigte sich sehr stark und stellte die Laufwege gut zu. " Die Ronneburger sind ebenfalls stark auf der Torhüterposition mit Robert Zehmisch und im Rückraum mit dem 25-järhigen

Lukas Zverina besetzt. In der Abwehr ist das Augenmerk auf Swen Gottschalk und Jan Pampel gerichtet, die den Verband gut organisieren. Ein Spaziergang steht den Staßfurtern also nicht bevor. Wartmann schätzt, dass es ein enges Spiel werden kann. " Wenn wir dranbleiben, dann kann uns eine Überraschung gelingen. " Dafür ist von der ersten Minute an volle Konzentration, eine konsequente Deckungsarbeit und eine optimale Chancenauswertung gefragt. " Wir dürfen nicht leichtfertig mit unseren Chancen umgehen ", fordert er. Den Weg, den die Staßfurter nun verfolgen, ist der der kleinen Schritte. Die personelle Situation bleibt weiterhin leicht angespannt. Es werden Christian Lingk ( Arbeit ), David Stolze ( krank ) und Nils Hähnel ( verletzt ) fehlen. Ein Frge-zeichen steht noch hinter dem Einsatz von Alexander Ernst. " Er will seine Schicht tauschen, um spielen zu können. " Ob es funktioniert hat, das erfuhr Wartmann gestern beim Abschlusstraining.

Die Thüringer fanden nach drei Niederlagen am vergangenen Wochenende im Derby beim SV Hermsdorf ( 27 : 32 ) zurück in die Erfolgsspur. Schreiber wollte nicht von einer Krise reden. Nun soll heute in heimischen Gefilden nachgelegt werden. Der Gastgeber ist kadermäßig gut aufgestellt, hat 16 Spieler, mit denen er einen Mittelfeldplatz anstrebt. Schreiber fehlen heute zwei Akteure. Ansonsten sind " alle an Bord ".