1813 wurde das 10. Husaren-Regiment gegründet. Beim 7. Traditionstreffen steht dieses Jubiläum drei Tage lang im Mittelpunkt des Geschehens.

Stendal l Peter Krupp und Suse Junghans sind im Stress. Der Vorstandsvorsitzende des Husarenvereins und seine Partnerin bereiten das nächste Traditionstreffen vor. Und das wird ein ganz besonderes, denn vor genau 200 Jahren wurde das Husarenregiment 10 gegründet. Knapp drei Wochen sind noch Zeit, bis am Freitag, 10. Mai, mit einem Vortrag über die Tradition des Regimentes das Treffen auch für die Öffentlichkeit beginnt. Die Altmark-Sänger werden ein Geburtstagsständchen vortragen. "Wir erwarten Gäste aus ganz Deutschland", erzählt Krupp, "aus Westfalen und Thüringen ebenso wie aus Hamburg und Sachsen sowie Berlin-Brandenburg." Das sind rund 80 Mitglieder aus Vereinen, Interessengemeinschaften und Einzeldarsteller in Uniform. Hinzu kommen noch 65 Musikanten. Und alle Besucher, die sich für Husarentradition oder auch das Leben um 1900 interessieren. Denn gefeiert wird am zweiten Maiwochende auch die 100-Jahr-Feier des Regimentes 1913.

Auf dem Innenhof des ehemaligen Casinos, dem heutigen Jugendfreizeitzentrum "Mitte", wird es am Sonnabend ein Markttreiben wie vor 100 Jahren geben. "Wir haben unter anderem einen Sattlermeister, einen Korbmacher und Spinnfrauen dabei", zählt Junghans auf. Das Marionettentheater Acanum aus Magdeburg stellt sich vor, ebenso Orgel-Felix aus Dodenorf. Es wird Rotsporn verkauft, für weitere Leckereien sorgen Gäste aus Dänemark, die unter anderem Marmelade kochen und Specksalat anbieten werden. "Sie kommen aus dem dänischen Geschichtszentrum, das den Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 dokumentiert", erklärte Krupp.

Freunde von Uniformen und Pferden kommen bei den zahlreichen Schaubildern auf ihre Kosten, die auf dem Nordwall vorgeführt werden. Krupp hofft, dass die Elb-National-Husaren aus Frankreich mit einem napoleonischen Schaubild dabei sind.

Auf dem Nordwall wird zudem der Parcours der Kavallerie-Weltmeisterschaft aufgebaut, die die deutsche Mannschaft im vergangenen Jahr in Polen gewann. "Da kann sich jeder Reiter einmal ausprobieren", will auch Krupp schauen, wie er in der Kavallerie abschneiden würde.

Mit Zapfenstreich auf dem Marktplatz und Zelttanz am Nordwall klingt der Sonnabend aus. Zum Abschluss des Treffens gibt es am Sonntag einen Feldgottesdienst am Nordwall.