Lange Zeit herrschte Trostlosigkeit an den Wänden des Speiseraums der Grundschule Petrikirchhof. Nun leuchten dort wieder knallige Farben. Da nun nicht nur das Essen besser schmeckt, soll die Generalüberholung auch ein Ansporn für die Mädchen und Jungen sein, kreative Ideen einzubringen.

Stendal. Nichts zeugt mehr von den alten, in die Jahre gekommenen Wänden im Speiseraum der Petrikirchhof-Grundschule. Wo früher triste Farben und wenig modernes Ambiente herrschten, ist jetzt ein Ort der Freude entstanden. Die Mädchen und Jungen der Grundschule haben einen farbenfrohen Speiseraum erhalten.

"Vorschläge, um die Wände zu gestalten, sind gefragt"

Initiator war ein Mann aus Stendal. Norman Schönemann verschönerte mit Hilfe seiner Firma die Wände. Ein strahlendes Gelb und ein modernes Cappuccino-Braun ergeben nun ein harmonisches Duett. Doch dies tat er eben nicht ganz grundlos. "Im nächsten Jahr geht meine Tochter hier zur Schule", sagt er lächelnd, "deswegen habe ich schon Interesse daran, dass dieser Schule etwas Gutes getan wird." Denn Schönemann leitet nicht nur eine Firma, seine große Leidenschaft ist das Papa-Sein. Momentan besucht seine Tochter, die fünfjährige Jasmin, noch den Kindergarten. Und auch dort hat er schon mit angepackt, kleinere Arbeiten erledigt und Bio-Lebensmittel gespendet.

Beim Betriebsfest seiner Firma im vergangenen Jahr wurden die Einnahmen aus einer Tombola für die Generalüberholung des Speiseraums genutzt. Eine Woche wurde täglich viele Stunden in der Petrikirchhof-Grundschule gearbeitet. "Die Farben suchte die Schule selbst aus", erklärt Schönemann und blickt auf sein Werk. Nun sind die Grundschüler gefragt, bunte Motive an die Wände zu bringen. "Die Kinder können dafür gerne Vorschläge einbringen", sagt Schulleiterin Ines Albrecht. "Dabei ist alles möglich, nur fröhlich und bunt muss es sein." Mit großen Augen und noch größerer Begeisterung bedanken sich die Kinder bei Norman Schönemann. "Vielen Dank, dass Sie unseren Speiseraum so schön gemacht haben", singen die Kinder im Chor. Einen bunten Blumenstrauß und eine selbstgebastelte Karte durfte der Initiator für sein Engagement entgegennehmen. "Es ist schön, dass sich der Vater eines Kindes so um das Wohl der Schule kümmert", sagt Albrecht.