In der Stadt Tangermünde hat der Ortsteil Miltern ebenso wie der Bucher eine aktive Jugendwehr vorzuweisen. Regelmäßig werden die Mädchen und Jungen geschult, verbringen die Freizeit zusammen und erleben gemeinsam Ausflüge. Damit wird die Wehr im Dorf zu einer wichtigen Adresse für die Jüngsten.

Miltern. Torsten Paehr möchte es ganz geheimnisvoll machen. Er hat am Sonnabend im Milterner Dorfgemeinschaftshaus das Tischtennisspiel der Mädchen und Jungen unterbrochen, bittet um Ruhe. Doch bevor er überhaupt etwas sagen kann, kommen ihm die kleinen Milterner zuvor. "Wir kriegen heute die Jugendflamme", ruft einer von ihnen und damit ist es raus.

Sieben Mädchen und Jungen, Mitglied der Jugendwehr Miltern, hatten sich in den vergangenen Monaten so intensiv mit der Materie beschäftigt, dass sie in der Lage waren, alle Aufgaben, die zum Ablegen der Jugendflamme Stufe 1 gestellt wurden, lösen konnten.

Probleme hatten sie mit der ersten Prüfung in ihrem Leben nicht. Immerhin hatten Olaf und Christin Bochmann sowie Torsten Paehr ihre Schützlinge Schritt für Schritt darauf vorbereitet.

"Wir treffen uns alle 14 Tage am Wochenende", berichtete Christin Bochmann am Sonnabend. Außerdem hatten die Aktionen, an denen der Feuerwehrnachwuchs des Dorfes in den vergangenen Monaten teilgenommen hatte, ihren Teil dazu beigetragen, dass sich das Wissen rund um die Feuerwehr festigte. So waren die Mädchen und Jungen unter anderem beim Kreisjugendfeuerwehrtag dabei und absolvierten einige Orientierungsmärsche. "Das schult unheimlich und macht fit für die Aufgaben, die immer wieder erledigt werden müssen", so Christin Bochmann.

Für die Jugendflamme der Stufe 1 mussten die sieben Milterner beweisen, dass sie Stiche und Bunde beherrschen. Sie hatten die Aufgabe, Geräte, die jedes Feuerwehrauto mit sich führt, zu erkennen und zu benennen. Die dritte Aufgabe bestand darin, all das Wissen zum Thema der Ersten Hilfe abzurufen und zu präsentieren. Letztendlich ging es bei dieser Prüfung noch darum, einen Notruf zu tätigen. Da das besonders wichtig ist, um in Gefahrensituationen schnell und richtig handeln zu können, lernen das heute bereits Kindergartenkinder im Rahmen der Brandschutzerziehung. Deshalb war auch dieses Thema für die sieben aus Miltern kein Problem. Christin Bochmann spielte in diesem Fall die Rettungsleitstelle und nahm die Notrufmeldung ihrer Schützlinge entgegen.

Abgenommen wurde die Jugendflamme der Stufe 1 von Olaf und Christin Bochmann. "Bei Stufe 2 und 3 dürfen wir das nicht mehr machen", so die Jugendwartin der Milterner Wehr. Dann muss der Feuerwehrnachwuchs sein Können vor anderen erfahrenen Feuerwehrmänner und -frauen zeigen.