Der Badminton-Sport in Oschersleben feierte 50. Geburtstag. Die Abteilung, die im Sportverein Lokomotive Oschersleben angesiedelt ist, traf sich zu einer Feierstunde, bei der verdiente Sportfreunde für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden.

Oschersleben. Eckhard Reigber und Lutz Kreuschmer waren vor 50 Jahren dabei, als in Oschersleben der Badminton-Sport aus der Taufe gehoben wurde. Sie sind die beiden einzigen Sportfreunde aus der Gründerzeit, die heute noch dieser Abteilung des Sportvereins Lokomotive angehören. Reigber hatte zudem die Funktion des ersten Abteilungsleiters inne, die er 17 Jahre lang ausfüllte.

Viele der 20 heutigen Federballsportler trafen sich Ende vergangener Woche, um den 50. Geburtstag ihrer Abteilung zu feiern. Abteilungsleiter Klaus Dölle erinnerte an die Zeit vor einem halben Jahrhundert, als der Federballsport in Oschersleben aus der Taufe gehoben wurde. "Vor 50 Jahren trafen sich die ersten Sportfreunde auf dem Balkon der Damaschke-Sporthalle, bewaffnet mit Holzschlägern und Plastikfederbällen, um die Spielregeln des Federballsports zu erlernen", sagte Dölle. Unvergessen bleiben die leider zu früh verstorbenen Sportfreunde Herbert Baumgart, Leo Keck und Joachim Reigber.

Hinter den Oschersleber Federballsportlern liegen erfolgreiche Zeiten, erinnerte Dölle an vergangene Höhen. Die Bodestädter starteten über Jahre erfolgreich in der DDR-Liga, viele Pokale in Mannschafts- und Einzelwettkämpfen konnten errungen werden. Zudem holten die Oschersleber Titel auf den Ebenen Bezirk, Land und Republik an die Bode.

Die Badmintonsportler zogen von der Damaschke-Sporthalle in die Sporthalle der Puschkin-Schule um, wo die zweite Generation der Federballspieler heranwuchs. Lutz Kreuschmer und Joachim Reigber leiteten das Training, das wiederum in Erfolgen bezirks- und republikweit gipfelte. Sportfreunde, die aus dieser Generation stammen, jagen mittlerweile seit 40 Jahren dem Federball nach: Klaus Dölle, Manfred Loof, Klaus Günther, Karin Ullrich und Eveline Dölle. "Nicht vergessen möchten wir unseren Sportfreund Uwe Schaedler, der leider auf Grund eines schweren Unfalls seinen Lieblingssport nicht mehr betreiben kann", verdeutlichte Dölle.

Vor mehr als 25 Jahren zogen die Sportler dann in die Sporthalle "An der Wasserrenne" um, wo sie beste Bedingungen für den Trainingsbetrieb vorfanden. Seit 33 Jahren steht nunmehr Klaus Dölle an der Spitze der Abteilung Badminton.

Mittlerweile ist die dritte Generation mit dem Badmintonsport erwachsen geworden: Klaus Dölle jun., Nicole Weide, Christian Loof und Matthias Stender. "Wir sind zuversichtlich, dass es in naher Zukunft in unserem Verein eine neue Generation erfolgreicher Badmintonspieler geben wird", wagte Dölle einen Ausblick in die Zukunft.

Die Glückwünsche der Vereinsführung überbrachte Michael Köhler, Sprecher des Vorstandes. Er würdigte die vielen Erfolge, die die Abteilung Badminton für den Sportverein Lokomotive erringen konnte.

Für ihre langjährigen Verdienste für den Badmintonsport ehrte Peter Dolniczek vom Landesverband Sachsen-Anhalt Eckhard Reigber, Lutz Kreuschmer, Klaus Günther sowie Klaus und Eveline Dölle mit Ehrennadeln.

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