Morsleben (il) l Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring hat an fünf Bergleute des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) das Grubenwehr-Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland in Silber beziehungsweise Gold übergeben. Mit der vom Bundespräsidenten verliehenen Auszeichnung werden Mitglieder von Grubenwehren geehrt, die sich seit mehr als 15 Jahren (Silber) beziehungsweise seit mehr als 20 Jahren (Gold) ehrenamtlich und vorbildlich in einer Grubenwehr engagieren.

Ausgezeichnetb wurden: geehrt: Kai Jakisch aus Morsleben, Peter Osbelt aus Königslutter am Elm, Eckhard Wesemeyer aus Wefensleben und Peter Würfel aus Beendorf mit dem Ehrenzeichen in Gold sowie Heinrich-Conrad Grote aus Großwitzeetze mit Silber.

Minister Möllring würdigte die außergewöhnliche Einsatzbereitschaft der Bergleute: "Die Arbeit der Grubenwehren verdient allerhöchsten Respekt. Der beispielhafte, selbstlose und vor allem freiwillige Einsatz bei der Grubenwehr ist vorbildlich und deshalb besonders hervorzuheben und zu würdigen. Um bei Havarien oder Unglücksfälle kluge Entscheidungen schnell und sicher treffen zu können, ist neben einem Höchstmaß an Fachkenntnissen vor allem auch Besonnenheit und persönliche Tapferkeit erforderlich."

In Bergwerken ist bei Bränden und Unfällen mit besonderen Gefahren auch für die Rettungskräfte zu rechnen. Lösch- und Bergungsarbeiten sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen werden daher nicht von kommunalen Feuerwehren, son-dern von den dafür besonders ausgebildeten und ausgerüsteten Grubenwehren der Bergbauunternehmen geleistet.