Zu einem Tag der offenen Tür hatte die Freie Grundschule "Maria Montessori" am Sonnabend nach Großalsleben eingeladen. Der Verein "Freie Schule Oschersleben" als Träger der Schule stellte den Eltern das Lernkonzept vor, während die Kinder am Unterricht teilnehmen konnten.

Großalsleben. Die Freie Grundschule "Maria Montessori" Großalsleben hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2002 deutlich gemausert. Der Verein "Freie Schule Oschersleben" als Träger der Schule unter Vorsitz von Biggi Pohl hat in seinem Bemühen nicht nachgelassen, die Schule in der Bildungslandschaft des Kreises zu etablieren.

Eltern zukünftiger Montessori-Schulkinder konnten sich am Sonnabend bei einem Tag der offenen Tür über das pädagogische Konzept informieren. Das pädagogische Team um Schulleiterin Steffi Bestehorn und der Trägerverein gaben Einblick in die Gebäude und den Unterrichtsalltag. Die vielseitige Umsetzung des pädagogischen Konzeptes unter dem Montessori-Motto "Hilf mir, es selbst zu tun" stellten Lehrer und jetzige Schüler anschaulich dar. In einer Freiarbeitsstunde zeigten die Schüler, wie sie mit den Montessori-Materialien arbeiten.

"Unsere vier Lehrerinnen haben zusätzlich zu ihrer Ausbildung das Montessori-Diplom erworben. Hinzu kommen drei pädagogische Mitarbeiterinnen", gab Andreas Schmidtgen, stellvertretender Vorsitzender des Vereins "Freie Schule Oschersleben", Auskunft über die Struktur des Lehrpersonals. Sie betreuen 60 Kinder, die in drei Klassen und vier Lerngruppen organisiert sind. Während der Unterricht in den Klassen altersübergreifend von den Stufen eins bis vier verlaufe, werde in den Lerngruppen altersdifferenziert gearbeitet, sagte Schmidtgen. Das habe den Vorteil, dass sich die Kinder verschiedenen Alters beim Lösen der Aufgaben helfen können.

In den vergangenen Monaten hat der Förderverein etwa 270 000 Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes in die Modernisierung der Schule investiert. So entstanden ein neuer Raum für die Projektarbeit, ein Bolzplatz und ein Garten. Dafür stellte die Gemeinde Grund und Boden zur Verfügung. Das gesamte Schulgebäude wurde zudem energetisch saniert, um Kosten für Energie zu senken. "Wir wollen noch den Eingangsbereich erneuern", sagte Schmidtgen. Dabei habe der Verein zurzeit Probleme, geeignete Firmen mit den nötigen Preisvorstellungen zu finden. Die Unternehmen würden volle Auftragsbücher haben und deshalb mit den Preisen nach oben schnellen. Deshalb warte der Verein mit der Auftragsvergabe ab, bis sich die Situation wieder beruhigt habe.

Die Freie Grundschule "Maria Montessori" kann sich über den Zuspruch der Eltern nicht beklagen. In einem Auswahlverfahren werden die Plätze in der ersten Klasse vergeben, da es mehr Bewerber als Plätze gibt. Ebenso werden die zukünftigen Schüler einem Test unterzogen, der zeigen soll, ob es ihnen überhaupt liegt, nach den Montessori-Grundsätzen zu lernen. Die Schule finanziert sich über Elternbeiträge als Schulgeld und Zuschüsse des Landes Sachsen-Anhalt für die Betriebskosten.

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