Oschersleben. Ein ganz normaler Markttag fand vor dem Rathaus statt, während es drinnen hohen Besuch gab: Ministerpräsident Wolfgang Böhmer und sein Kabinett trafen sich in der Bodestadt sowohl zur allwöchentlichen Kabinettsitzung als auch zum Gespräch mit dem Gastgeber, Bürgermeister Dieter Klenke, und dem Landrat des Bördekreises, Thomas Webel.

Etwa viermal im Jahr tagt das Kabinett "vor Ort". "Wir haben uns in Oschersleben bei der letzten auswärtigen Sitzung der Legislaturperiode sehr wohl gefühlt – ich besonders", sagte Staatsminister Rainer Robra in der abschließenden Pressekonferenz. "Meine Familie stammt aus dem Bereich Hadmersleben; mein Urgroßvater hatte die Kneipe an der Bodebrücke, die jetzt leider leer steht."

Oschersleben und der Landkreis Börde stünden im Landesvergleich außerordentlich gut da, so Robra. Der Abwasserverband Börde verlange konkurrenzlos niedrige Gebühren, lobte er. Alle beantragten Leader-Projekte wurden gefördert, die Deichsanierung sei abgeschlossen, die Motorsport Arena sei ein Leuchtturm im Land geworden. Angesichts der Erfolgsbilanz, die sich auch in denArbeitslosenzahlen spiegelt, sei der Abschluss der Außer-Haus-Tagungen ein sehr erfreulicher gewesen.

Als Themen, die er mit der Landesregierung besprach, nannte Bürgermeister Klenke die Kinderbetreuung, den Straßenbau und da vor allem das Tunnelprojekt auf der B 246 unter der Eisenbahn, Rassebegriffe bei gefährlichen Hunden und die Schulentwicklungsplanung. Für den Erhalt der Landesstraßen muss unbedingt mehr Geld im Landeshaushalt 2012 einge–plant werden, nannte Landrat Webel den von ihm in der Sitzung vorgetragenen Wunsch.