Alljährlicher Höhepunkt des Bergmannvereins "Glück auf Anna" Harbke ist die Barbarafeier. Die Heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute, die für ihre Standhaftigkeit und als Lichtbringerin verehrt wird.

Harbke. Vorsitzende Corinna Schmidt begrüßte neben den zahlreich anwesenden Vereinsmitgliedern in der festlich geschmückten Turnhalle auch Landrat Thomas Webel, Bürgermeister Werner Müller, die Landtagsabgeordnete Gabriele Brakebusch, Ehrenmitglied Burkhard Kanngießer, die Mitglieder der Orts- und Brudervereine sowie die Tanzgruppe "Ostfalen bewegt" und den Harbker Singkreis, so dass eine illustre Runde das Geschehen genoss.

In ihrer Rede verwies Corinna Schmidt auf die verschiedenen Veranstaltungen, die im Zeichen des 20-jährigen Vereinsbestehens stattfanden. Sie dankte allen, die den Verein in seiner Arbeit unterstützen "und auch dieser Feier zum Erfolg verhalfen", im besonderen der Gemeinde, der Familie Michalke, dem Harbker Caféstübchen und der WG "Neue Heimat". Anschließend ehrte sie einige Mitglieder, die bereits seit 15 bzw. 20 Jahren dabei sind (siehe Infokasten).

Mit dem Lichtertanz der Tanzgruppe begann das Barbara-Spiel, einer der Höhepunkte des Abends. Dazu wurde im Festsaal das Licht gedimmt, und es stellte sich eine ganz besondere Atmosphäre ein. Geleitet von zwei Knappen und zwei Engeln stattete dann die Heilige Barbara alias Karin Kreibich dem Fest einen Besuch ab. "Ich bin die Barbara, ich bin allen bekannt und werde Eure Schutzpatronin genannt und bringe Euch das Licht", begann sie ihre Rede in Reimform über die Tugenden der Bergleute. Mit dem Barbara-Lied wurde die Schutzheilige verabschiedet und der Berggeist alias Hans Brakebusch begrüßt. Er rief zum traditionellen Sprung über das "Arschleder" auf.

Bereits seit 20 Jahren begeistert Hans Brakebusch in seiner Rolle als Berggeist bei den Barbara-Feiern. Nun wurde er von Corinna Schmidt ebenfalls zum Sprung über das "Arschleder" aufgefordert und für seine aktive Mitgliedschaft mit einer Barbara-Figur ausgezeichnet. Brakebusch war von dieser Ehre sichtlich überrascht und bewegt. Er meisterte seinen Sprung jedoch mit Bravour.

Der Singkreis stimmte anschließend noch einige Bergmannslieder an, bevor sich alle Teilnehmer am reichhaltigen Buffet stärken konnten und danach das Tanzbein schwangen.

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