Die Naturfotografen Henning Dittmer aus Hadmersleben und Hans-Dieter Koch aus Gröningen haben am Dienstag ihre Ausstellung "Naturim-pressionen zwischen Harz und Börde" eröffnet. Etwa 20 Gäste waren dafür in das Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Westliche Börde in Gröningen gekommen, um sich die Fotografien anzuschauen.

Gröningen. Sie arbeiten nicht in klimatisierten Fotostudios und ihre Modelle hören nicht auf das, was sie sagen - die Naturfotografen. Zu ihnen gehören auch Henning Dittmer aus Hadmersleben und Hans-Dieter Koch aus Gröningen, die am Dienstagabend ihre zweite erweiterte Fotoausstellung "Naturimpressionen zwischen Harz und Börde" im Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde Westliche Börde in Gröningen eröffnet haben.

Koch und Dittmer seien einst Freunde geworden, weil der Hadmersleber den Garten des Gröningers besichtigt hatte, der damals als der "Schönste Garten Sachsen-Anhalts" ausgezeichnet worden ist.

"Durch Hans-Dieter entwickelte sich bei mir auch das Interesse für die Naturfotografie", erinnerte sich Dittmer weiter, der hauptberuflich als Sekundarschullehrer in Oschersleben arbeitet. Gemeinsam auf Fototour gehen er und der berufliche Landschaftsgärtner Hans-Dieter Koch jedoch eher selten, denn Dittmer fotografiert vorrangig zwischen Harz und Mittellandkanal, während Koch die Natur nahe seines Heimatortes "einfängt". Die Männer sind mittlerweile eingetragene Mitglieder der Gesellschaft deutscher Tier- und Naturfotografen (GDT). "Es ist laut GDT streng verboten, Bilder zu verfremden. Bei Wettbewerben wäre so etwas das sofortige Aus", beantwortete Henning Dittmer die Frage eines Gastes, ob die Bilder bearbeitet wurden und erklärte, was das besondere an dieser Ausstellung ist: "Ein Tier scharf auf ein Foto zu bekommen, ist schon lange nicht mehr nur das einzige Ziel. Wir wollten hauptsächlich Stimmungen einfangen."

Und das haben die Tier- und Naturfotografen offensichtlich geschafft. Beispielsweise die "Blaue Stunde" zeigt einen azurblauen Himmel über einem See in Gröningen. "Das Blau des Himmels hält am Morgen nur für einige wenige Minuten an, darauf habe ich mindestens eine Stunde gewartet", erklärte Dittmer den Bildbetrachtern den Aufwand, der oft für ein gutes Foto nötig ist.

Unter den vielen Natureindrücken sind Frösche, Eichhörnchen, nur selten sichtbare Spektralfarben im Eis sowie ein Eisvogel zu sehen. "Wir wussten gar nicht, dass es solche Tiere hier bei uns in der Umgebung gibt", bestaunten Ines Philipp und Sabine Nowak die Bilder. Beide Frauen gehörten zu den insgesamt etwa 20 Besuchern der Ausstellungseröffnung.

Zu sehen sind die Fotografien über zwei Stockwerke entlang des Treppenhauses des Verwaltungsgebäudes der Verbandsgemeinde Westliche Börde voraussichtlich noch bis Ende Januar zu den Geschäftszeiten, immer dienstags 9 bis 12 und 13 bis 18 Uhr sowie donnerstags 9 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr.

 

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