Im Tiergehege des Oschersleber Wiesenparks gibt es bereits 87 Patenschaften. In diesem Jahr sind mehr als 20 hinzugekommen. Zum Jahresende hat nun die Klein Oschersleberin Katrin Klenke ihre Patenschaft für zwei Stachelschweine um ein weiteres Jahr verlängert.

Oschersleben. Kuschelig sind Stachelschweine ja nun wirklich nicht. Und sie zu streicheln, ist auch gar nicht so einfach. Dennoch hat sich Katrin Klenke Stachelschwein Bertha und Stachelschwein Käthe als Patenkinder ausgesucht. Nicht nur das. Sie hat diese Patenschaft nun bereits das dritte Mal verlängert.

Das scheinen Bertha und Käthe auch zu wissen. Denn als Katrin Klenke nun am offiziellen Tag der Patenschaftsverlängerung wagemutig ins Gegehe marschiert ist, wurde sie von den ansonsten eher scheuen Tieren sehr freundlich empfangen. Was möglicherweise auch an den vielen Leckereien lag, die ihnen ihre Patentante mitgebracht hat. Denn Bananen und Nüsse sind so richtig nach dem Geschmack der stacheligen Gesellen.

Und während es sich die Bewohner des Tiergeheges schmecken ließen, betonte Katrin Klenke, dass die mit der Patenschaft verbundene Spende für das Tiergehege nicht allein aus ihrer Tasche stammt. Auch die Kunden ihres Geschäfts "Kunst & Krempel" hätten dazu beigetragen. "Ich habe dafür eine Spendenbüchse aufgestellt und der einen oder andere wirft etwas hinein", freut sich Katrin Klenke, die vor den Strachelschweinen Eselin Elsa als Patenkind hatte. "Als Elsa dann verkauft worden ist, habe ich mir die Stachelschweine ausgesucht, weil sie sehr gut zu mit passen. Denn auch ich kann manchmal ganz schön stachelig sein", sagte Katrin Klenke, während sie die neue Patenschaftsurkunde von Sylvia Frehde entgegennahm. Die für das Tiergehege des Wiesenparks zuständige Stadt-Mitarbeiterin dankte an dieser Stelle nicht nur Katrin Klenke, sondern auch allen anderen Paten des Wiesenparks. "Wir haben 2007 mit diesen Patenschaften begonnen und inzwischen 87 solche Vereinbarungen abgeschlossen", so Sylvia Frehde. Mehr als ein Viertel dieser Jahres-Patenschaften werden verlängert. Und auch gibt es schon einige Patenschaften auf Lebenszeit, beispielsweise für das kleine Wildschwein Rudi Rüssel.

"Mit dem Geld aus den Patenschaften haben wir die Möglichkeit, die Versorgung der Tiere zu sichern und die eine oder andere notwendige Veränderung an den Gehegen vorzunehmen", so Baubetriebstamtsleiter Steffen Czerwinski. So haben beispielsweise in diesem Jahr die Fasane ein neues Domizil bekommen und wird derzeit die Unterkunft für die Ziegen modernisiert. "Deswegen möchte ich auch einmal das Engagement von Frau Frehde ausdrücklich loben." Dass sie das Projekt der Tierpatenschaften aufgebaut hat, würde helfen, das Tiergehe auch in Zeiten knapper Kassen weiterzubetreiben.

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