Hochbetrieb herrschte bei den Bürgermeister-Sprechstunden diese Woche in Benneckenstein. Allein in den 60 Minuten mit der Harzer Volksstimme ging es um Straßenlampen, das Haus des Gastes, ein neues Vereinshaus, einen erstmals georderten mobilen Skilift und ein Klavier des Volkschores.

Benneckenstein. "Meistens warten schon zwei, drei Bürger vor der Tür", erklärt Hans-Herbert Schulteß zu seiner Sprechstunde, immer donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

Und auch diesen Donnerstag ist das so. Einer der Bürger ist Karl-Heinz Klauser. Er will sich im Namen des Volkschores Benneckenstein erkundigen, was aus dem Klavier und dem Schrank voll Utensilien des Vereins wird, die noch im Haus des Gastes sind. Dort solle doch gebaut werden ... – Der Bürgermeister kann ihn beruhigen: Klavier und Schrank können bleiben, wo sie sind.

Das Haus des Gastes werde umgebaut, die Eröffnung der Gaststätte als neues Café und Bistro sei Mitte November geplant, informiert der Bürgermeister. Es habe Probleme gegeben, weil der letzte Gastwirt Inventar "mitgehen" ließ. Ansonsten bleibe aber erstmal alles wie gehabt. Nur der Umzug der Tourist-Information ins Rathaus stehe an. Mit dem Abriss der Treppe im Haus soll erst im Frühjahr begonnen werden, so Schulteß. Langfristig werde auch die Heimatstube aus dem für Besucher ungünstigen Obergeschoss des Hauses des Gastes ausziehen.

Dafür wird bereits das Gebäude des Eisenbahnmuseums in der Bahnhofstraße ausgebaut, erfuhr Bürger Klauser. Ein Haus für Vereine und Museen soll entstehen - mit Bahnmuseum, Heimatstube und vielleicht auch einer Radiosammlung, die ihm angetragen wurde, sagt Schulteß. Saal und Leseraum würden "auf jeden Fall" weiter für Bürger und Vereine zur Verfügung stehen, und das Klavier sowie der Schrank des Volkschores stünden dort ebenfalls sicher.

"Der Weg hat sich gelohnt", meint Karl-Heinz Klauser und lacht vor Freude, als er obendrein vom zufällig anwesenden Volksstimmereporter erfährt, dass er Freikarten für das Gospelkonzert am Sonntag in der Kirche gewonnen hat.

Nicht so recht Lachen kann indes der nächste Bürger nicht: Matthias Hundt berichtet, dass in seiner Gasse am Klausberg seit Mitte September schon die Straßenlampen nicht mehr leuchten. Gerade jetzt im beginnenden Winter sei die Dunkelheit für Schulkinder und Anwohner ein Problem. "Ich bin davon ausgegangen, dass das geklärt ist", wundert sich der Ortschef und greift zum Telefon: Der Auftrag ist erteilt, die Reparatur werde erledigt, wenn aufgeschachtet ist. "Und wann wird aufgeschachtet?", hakt Hundt nach. Neuer Anruf, Ergebnis: umgehend! Matthias Hundt und die Anwohner der Gasse warten darauf.

Nächsten Donnerstag dann in Hasselfelde

Nachdem eine Bürgerin zwischendurch nach einer Busverbindung nach Nordhausen fragt, der Ortschef auf die Bahn verweist und zusagt, bei Busunternehmen nachzufragen, schneien zwei Herren herein. Es sind keine Bürger, die zur Sprechstunde wollen. Aber Frank-Jürgen Quittschorr vom Bau- und Torsten Klopstock vom Ordnungsamt waren Bürgerhinweisen nachgegangen und sprechen sich nun mit dem Ortsbürgermeister ab.

So wird dieser Tage das Tempo-30-Schild in der Wildenbach weiter in die Straße versetzt und ein zweites Schild aufgestellt. Anwohner Martin Rußmann und weitere hatten sich über Raser in der frisch sanierten Straße beklagt (wir berichteten). Informiert wurde auch, dass verstellte Parkflächen wieder frei sind, dass aus Räumen am Bahnhofsmuseum Bodenplatten und Kupferdraht verschwanden, welche Hundesteuer zu zahlen ist und dass am Pfeifferberg diesen Winter erstmals ein mobiler Ski-Schlepplift aufgestellt werden soll. Dann war die Sprechstunde mit der Volksstimme auch schon vorbei. Zeitgleich gab es regen Betrieb im Bürgerbüro.

Die Volksstimme ist in der Sprechstunde von Hasselfeldes Ortschef Heiko Kaschel Zaungast: Donnerstag, 17 bis 18 Uhr im Dienstleistungszentrum.

   

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