Stapelburg (rar). Beinahe alle Straßen im Ortsteil Stapelburg sind seit 1990 saniert worden.

Allerdings trifft das ausgerechnet auf die beiden Wichtigsten nicht zu. Die Becker- und Wasserstraße gehören der Kreisverwaltung. Hier gab es laut Ortsbürgermeister Hilmar Rasche bisher regelmäßig Probleme mit dem schlecht ablaufenden Regenwasser. Da entsprechende Konzepte dafür fehlten, gab es zunächst auch keinerlei Handlungsbedarf für die Verantwortlichen. Das soll sich jetzt ändern. Auch wenn selbst mit dem entsprechenden Plan zunächst nicht mit einem sofortigen Baubeginn zu rechnen ist.

Auf der heute um 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus beginnenden Stapelburger Ortschaftsratssitzung wird der zuständige Ingenieur das Projekt vorstellen. Dafür waren im Sinne einer Bestandsaufnahme zuvor Kamerabefahrungen in den Kanälen unternommen worden. Unterm Strich gibt es dafür auch gleich mehrere mögliche Varianten. Eine sieht eine Regenentwässerung über die Stimmeke vor.

Auf einer Länge von 100 Metern westlich des alten Feuerwehrgerätehauses zeigen sich entlang der Wasserstraße Schäden an den zahlreichen kleineren Brücken zu fast jedem Grundstück. Zudem gibt es, bedingt durch die instabile Böschung, mittlerweile diverse Absenkungen am Fußweg. Für deren Beseitigung ist ab sofort vom ALF, dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Geld in Höhe von 50 000 Euro abrufbar. Weitere 30 000 Euro steuert ungeachtet ihres vorläufigen Haushaltes die Gemeinde Nordharz bei. Das Bauvorhaben muss aber noch 2010 angefangen werden. Schwerpunkt sind heute Abend auch die neuen Aufgaben der Ortschaftsräte. Vize–Bürgermeister Udo Kerwel war zu diesem Thema Gast eines Seminars. Tenor: Man wurde doch sehr viel weniger "entmachtet" als zunächst befürchtet. Der Handlungsspielraum beschränkt sich keineswegs nur auf das Verteilen von Geld an die Vereine.

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