Seit April wird an der Theodor-Fontane-Straße im Wohngebiet Stadtfeld ein "Verkehrs- und Erlebnisgarten" errichtet. In Regie der Heureka Bildungs-Seminar gGmbH sollen zehn ältere Arbeitnehmer das Vorhaben bis 2012 erfolgreich zum Abschluss führen.

Wernigerode. Am 1. April hatten die Arbeiten an dem 70 mal 50 Meter großen Platz neben der Skaterbahn an der Theodor-Fontane-Straße im Stadtfeld begonnen, berichtet Otto Seiler. Nach anfänglichen Problemen, lobt der Projektleiter "Verkehrs- und Erlebnisgarten" der Heureka Bildungs-Seminar gGmbH, "zeigen die zehn Beschäftigten sehr viel Eigeninitiative". Großen Anteil daran hat Hans-Joachim Schulze. Der Vorarbeiter verfügt über langjährige Berufserfahrung im Tiefbau.

Als positiv erweist sich auch der zwischenzeitlich von Wernigerodes Gartenamtsleiter Frank Schmidt gewährte fachliche Beistand. Seiler: "Daraufhin wurde mit schwerer Technik ein Rettungsweg gebaut. Der war so nicht im Plan drin." Die dabei ausgehobene Erde wurde zu einem Wall modelliert. Zudem hat die im auf drei Jahre bewilligten Projekt "Aktiv zur Rente" integrierte Gruppe in den letzten Wochen systematisch die künftigen Straßen angelegt. Im "Verkehrs- und Erlebnisgarten" wird alles sein wie im realen Leben. Mit Sackgasse, Kreuzung inklusive mobiler Ampelanlage, Fußgängerinsel und Kreisverkehr. Der Projektleiter: "Wir sind mit Reiner Papendieck von der Polizei dabei, Abstimmungen für einen TÜV-Platz zu treffen." Die mit einem Unterstand konzipierte Anlage soll für Fahrradkontrollen und kleine Reparaturen genutzt werden. Vorgesehen sind zudem Flächen, auf denen Kinder mit ihren Drahteseln an verschiedenen Geräten Übungen absolvieren können.

Mit der Kommunalen Beschäftigungsagentur (KoBa) als Partner wird demnächst ein zweites Projekt umgesetzt. Dabei entwickeln fünf Kollegen in den nächsten Monaten aus ausrangierten Gefährten einen Fuhrpark für den Parcours.

"Die Kosten werden im fünfstelligen Bereich liegen", sagt Ingrid Albrecht. Wie hoch genau, ist laut Heureka-Geschäftsführerin "noch nicht abzusehen". Immerhin gibt es für den im hinteren Teil vorgesehenen "Erlebnisgarten" inzwischen "so viele Leute mit so vielen Wünschen". Fest geplant sind ein Grillplatz sowie Ruhezonen mit großen Rasenflächen und Bänken. Ingrid Albrecht: "Wir wollen, dass Kinder hier den ganzen Tag verbringen können."

2012 soll das Vorhaben vollendet sein. Darauf freut sich auch Andreas Heinrich. Wernigerodes Sozialdezernent erinnert sich an Luftaufnahmen von dem Gelände aus dem Jahre 2003. Heinrich: "Das hat sich hier schon doll verändert. Damals war das ein Ödfleck mit Schotter."Übrigens

 

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