Jutta Lindemann (5.v.l.) ist am Ziel ihrer Wünsche. Gestern wurde ihr neues Seniorenzentrum, das Wasserlebener "Haus am Park", eröffnet. Über zehn Jahre hatte die marode DDR-Kaufhalle leer gestanden und an exponierter Stelle ein tristes Dasein ohne erkennbar neuen Nutzungszweck geführt. Bis sich Gastronomin Jutta Lindemann ein Herz fasste und 2006 das heruntergekommene Haus kaufte. Unterm Strich eine Sanierung in Höhe von einer halben Million Euro. Davon kamen 130 000 Euro aus dem Fördertopf des ALF, dem Dorferneuerungsprogramm des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten. Von den insgesamt vier seniorengerechten Wohnungen sind gegenwärtig erst zwei vergeben. Wegen der noch zu hohen Feuchtigkeit sollen alle vier erst ab Januar 2011 bezugsfertig sein. Fast 20 Firmen waren an dem Umbau beteiligt, so Bauleiter Gernod Ahrends: "Was in der extrem kurzen Zeit hier passiert ist, ist weder logistisch, noch bauphysikalisch irgendwie machbar. Trotzdem sind wir bis auf Restarbeiten fertig geworden." Unter den Gratulanten war auch Martin Skiebe, stellvertretender Landrat des Harzkreises (hintere Reihe, 3.v.l.), Angelika Fricke vom Leader-Management "Zukunft Harz" (5.v.r.) sowie Nordharz-Bürgermeisterin Hannelore Striewski (3.v.l.). "Wir haben im Nordharz 15 Prozent Jugendliche, aber doppelt so viele Senioren. Hoffentlich machen solche Ideen, wie hier in Wasserleben, landesweit Schule damit die Älteren in ihren Dörfern bleiben können", so die Bürgermeisterin.