Genau zwei Monate war das neue Freibad Am Thie in diesem Jahr geöffnet. Das vorzeitige Saisonende war einer Havarie geschuldet. Dennoch zog Klaus Dumeier, Vorsitzender des Betreibervereins, ein positives Fazit.

Blankenburg. Im Freibad am Thie ist Ruhe eingekehrt, Gestern Morgen hatten sich Amtsärztin Dr. Heike Christiansen und Gesundheitsaufseherin Eleonore Ahrends von der Kreisverwaltung zur Kontrolle angesagt. Nach getaner Arbeit bescheinigten die beiden Damen den Badbetreibern Bestnoten. Dabei war auch die Amtsärztin anfangs skeptisch. Dr. Christiansen wörtlich: "Auch wir im Amt hatten Bedenken, dass es schief geht. Doch am Ende der ersten Saison können wir resümieren, dass das Bad alle Überprüfungen bestanden hat und auch im kommenden Jahr öffnen kann", erklärte sie gestern.

Und die Skepsis der Amtsärztin war nicht unbegründet. Nach dem unerwartet heißen Start in den Sommer haben viele ältere biologische Bäder "schlappgemacht". Die Einflüsse der Sonne auf das Badewasser waren von den Klärprozessen nicht zu kompensieren. Ganz anders dagegen das Blankenburger Bad der neuesten Generation. Da gab es zwar auch schwankende Messwerte, aber die blieben stets im Rahmen des Erlaubten und sind schlichtweg normal, wenn es wochenlang heiß ist und so gut wie kein Niederschlag fällt.

"Zehnertickets bleiben gültig"

Und selbst das vorzeitige Saisonende fiel nicht ins Gewicht, denn der August lud ohnehin nicht zum Baden ein. Ursache der Schließung ab 5. August war allerdings nicht das Wetter, sondern eine Havarie im Sozialtrakt. Dort brach ein Rohr und hat große Teile des Hauses unter Wasser gesetzt. Der Schaden, der nach den Worte von Klaus Dumeier von der Versicherung zu tragen ist, war so groß, dass das ganze Bad schließen musste.

Gegenwärtig sind Badchef Jens Streich und seine Mitarbeiter mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die letzten Arbeiten an der Havariestelle sind in Kürze erledigt, dann wird das Wasser zum Teil abgelassen und das Bad winterfest gemacht. Und für das kommende Jahr wird es einige Änderungen geben. Dies betrifft u.a. den Bereich der Cafeteria, bei der das Speisenangebot an die Wüsche der Badegäste angepasst wird. Klaus Dumeier wollte zwar keine Einzelheiten nennen, aber unterschwellig klang durch, dass sich das Cafeteria-Team den vielen Wünschen nach mehr Pommes frites annehmen wird. Auch sei nach einer Rekonstruktion vorgesehen, dass Kiosk und die Gaststätte im Bad ganzjährig öffnen sollen. Dies, so Klaus Dumeier, sei aber noch Zukunftsmusik.

Und für alle Noch-Besitzer von Resten der Zehnertickets hatte Dumeier eine gute Nachricht: Nicht verbrauchte Einzeltickets behalten auch für die kommende Saison ihre Gültigkeit. Und wer zum Nikolaustag oder zu Weihnachten seinen Lieben einen sonnigen Gruß schenken will, der kann in der Kur- und Touristinfo auch in den Wintermonaten Eintrittskarten für das Freibad kaufen. Übrigens zählten die Betreiber in den zwei Monten des Badebetriebes insgesamt 27000 zahlende Gäste. "Nicht schlecht für den Anfang", resümierte Klaus Dumeier.

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