Mit einfachen Mitteln und viel Engagement "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten, das hat sich der Verein "Mali hat Zukunft" auf die Fahnen geschrieben. Inzwischen hat die Schule in Sounsounkoro dank tatkräftiger Unterstützung von drei Harzern ein stabiles Dach und Fenster.

Blankenburg l Die Freude über den Erfolg ist kaum aus den Gesichtern von Maja Martinu und Sören Biermann zu bekommen. Mit Stolz erzählen sie von ihrer Reise und der fertiggestellten Schulgebäude in Sounsounkoro, einem Dorf fernab großer Städte in Mali.

Anfang des Jahres gründeten sie den Verein "Mali hat Zukunft", um der armen Landbevölkerung im afrikanischen Land zu helfen. Gemeinsam mit einer lokalen Hilfsorganisation wollten sie eine Schule aufbauen. "Mit dieser Kooperation versickerten keine Finanzen", machten sie einen Vorteil aus, "zudem mussten wir uns nicht mit den Behörden ärgern."

Sie sammelten für das Projekt Geld bei hiesigen Firmen und Privatpersonen (die Volksstimme berichtete). "Wir bekamen sogar mehr als erwartet zusammen",

"Die Spende reichte sogar noch für Fenster und Türen."

Maja Martinu, Vereinsvorsitzende

bedankten sie sich bei allen und starteten Ende Oktober zusammen mit Danila Wobser nach Mali. Von den 2680 Euro kauften sie einheimisches Material für das etwa 300 Quadratmeter große Dach der Schule, deren Wände von den Dorfbewohnern bereits aus Lehmziegeln errichtet waren.

"Nicht mit moderner Technik, sondern den Mitteln vor Ort haben wir gearbeitet", beschreibt Sören seine geduldige "Hilfe zur Selbsthilfe". Schließlich würden die meisten Bewohner Sounsounkoros zwar etwas von Landwirtschaft, nicht aber dem Bauhandwerk verstehen. "Das hilft ihnen auch bei weiteren Eigenbauten."

Zum Ende des Besuchs bis 11. November war das Gebäude samt Vordach-Anbau fertig, allerdings fehlten noch Außenputz und -farbe. Inzwischen sind auch die neun Fenster und drei Türen eingebaut. "Dank der Spendenbereitschaft reichte das Geld sogar dafür noch", staunten sie über die günstigen Preise. "Es wurde alles selbst abgeholt", erinnern sie sich auch ans Anschieben und "afrikanische" Transporte.

Der Zeitdruck war enorm, lag doch zeitgleich nicht nur die Hirse-Ernte an, sondern musste auch das "Tabaski"-Fest vorbereitet werden - das traditionelle Schaffest. "Dabei unterstützen die Reicheren die Ärmeren", entdeckten sie auch solidarische Hilfe.

Für die Nutzung bedarf es noch der Einrichtung. "Schulbänke und Tafeln werden benötigt und auch Toiletten müssen noch gebaut werden", hat Maja über 5000 Euro bis zur Fertigstellung errechnet und hofft weiterhin auf die Spendenbereitschaft der Harzer. Schließlich sei es eine ganz konkrete Sache, an der sie beteiligt wären. "Wenn bald 300 Kinder lernen können, das wäre toll."

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