DSL-Anschlüsse, ein Sportplatz, auf dem das Wild äst, und "viel zu hohe" Bäume als Sicherheitsrisiko – das sind die Themen aus der Bürgersprechstunde mit der Volksstimme in Königshütte. Dazu gibt es einen kleinen kritischen Blick auf "ein Jahr Stadt Oberharz".

Königshütte. "Damit es kein falsches Bild gibt - sonst wird meine Sprechstunde eigentlich kaum genutzt, nur weil die Volksstimme hier ist, kommen heute mal Bürger", kommentiert Ortsbürgermeister Volker Kastius die Tatsache, dass gleich drei Bürger an seinem Schreibtisch sitzen und gemeinsam Königshüttes "Juckepunkte" zusammentragen.

"Unsere Probleme sind oft nur eine Kleinigkeit, verglichen mit anderen, aber auch die sind wichtig", beginnt Ortschef Kastius. "Ein Jahr haben wir nun Stadt Oberharz, da muss sich sicher vieles noch finden", merkt der Ortschef an, "aber manches darf einfach nicht passieren." Als zum Beispiel der beliebte Spielplatz im Ort plötzlich gesperrt wurde, und die Bürger ihn fragten - wusste er von nichts.Und sowas komme öfter vor. "Da steh‘n sie dann da, obwohl sie Bürgermeister sind, und können nur den Kopf schütteln", so Kastius, "Wenigstens eine Information, ein Anruf, eine Mail muss drin sein", merkt er an.

Das sehen die Bürger Frank Blaschke, Andreas Mahnke und Heinz Schneemilch ebenso und zählen dann Schlag auf Schlag einige Dinge im Ort auf, wo sie die Hilfe ihres Ortschefs, noch mehr aber die Hilfe der Stadt Oberharz einfordern.

Wenn Wildschweine kommen, ist es zu spät

"Da sind vor allem die viel zu hohen Bäume am Königskrug, Pappeln, die bei Wind und Wetter Äste abwerfen", warnt Schneemilch. "Wir brauchen einen Fachmann, der sagt, ob die Bäume auszuschneiden sind oder gefällt werden müssen", sagt Kastius. "Ins Ortsbild passen sie sowieso nicht, die Verwertung des Holzes würden wir schon selbst organisieren", ergänzt Mahnke. Die Baumfrage sei mittlerweile auch eine Frage der Sicherheit - für den Königskrug, der kaum noch Sonne abbekomme, für Anwohner und auch für den Spielplatz direkt unter den Bäumen.

"Woanders, in Silstedt oder Ilsenburg, wurden auch Pappeln gefällt, das stand in der Volksstimme, da muss es doch bei uns auch möglich sein", so Schneemilch. Um die Pflanzung neuer Bäume würden er und etliche Einwohner sich bestimmt mit kümmern.

Frank Blaschke weist auf eine andere dringliche Sache hin: Besseren DSL-Anschluss für den Ort. Etliche Gewerbetreibende stünden internetmäßig auf dem Schlauch. "Mal geht‘s, mal nicht", so Kastius. Mit Nachdruck müsse an der Versorgung gearbeitet werden.

Geprüft werden soll nach Meinung der Bürger auch eine andere Frage. So komme es vor, dass Auswärtige ihre Verwandten auf dem schönen Königshütter Friedhof begraben.

"Wahrscheinlich, weil es kostengünstiger ist als zu Hause", vermutet Schneemilch und ärgert sich, dass dann die gleichen Preise gelten wie für Einheimische. "Wir pflegen unseren Friedhof mit viel Aufwand, damit andere ihn zu den gleichen Bedingungen nutzen, das ist nicht gut" so Schneemilch. Es sollte daher verschiedene Tarife geben, für Königshütter und für Auswärtige, das gehe anderswo auch.

Handlungsbedarf sehen die Bürger auch am Sportplatz im Ort. Der werde kaum noch genutzt und verfalle. Die Zäune sind schon runtergedrückt, das Rotwild äse dort öfter. Wenn erst die Wildschweine kommen und zu wühlen anfangen, hieß es, sei es zu spät. Übrigens

   

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