Im Museum auf der Schlossdomäne wurde seit dem 18. Juli gebaut. Am 11. Januar 2012, nach sechs Monaten Bauzeit, öffnet das 1846 erbaute Gebäude wieder. Am 15. Januar wird dann zum Tag der offenen Tür eingeladen. Zudem werden noch im Januar drei Ausstellungen eröffnet.

Wolmirstedt l Die Bauzäune rund um das Museum auf der Schlossdomäne sind schon vor Tagen gefallen. Aber es wird noch geraume Zeit dauern, bis das Museum für die Bevölkerung zugänglich ist.

Der amtliche Termin kam dieser Tage aus der Kreisstadt: Das in Trägerschaft des Landkreises Börde befindliche Museum in Wolmirstedt, Schlossdomäne 4, wird am 11. Januar 2012, um 17 Uhr, offiziell wiedereröffnet. Nur vier Tage später gestatten dann die Musumsleiterin Anette Pilz und ihre Mitarbeiter nach den umfangreichen Umbauten einen Blick hinter die altehrwürdigen Mauern. Deshalb wird am 15. Januar in der Zeit von 10 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür auf die Schlossdomäne geladen.

Landrat Hans Walker sieht schon heute durch die Verwirklichung dieses Projektes "einen Zugewinn für das Gesamtensemble der Schlossdomäne".

Seit dem 18 Juli 2011 wurden nicht weniger als 168000 Euro in die Realisierung eines sogenannten "Museums- und Informationszentrums", durch das künftig kulturelle und touristische Angebote für Einheimische und Gäste auf der Schlossdomäne gebündelt werden, investiert. Die Kosten ruhen auf drei Schultern: 44700 Euro hat der Landkreis Börde, zum Teil über die Leaderprojektförderung, zur Verfügung gestellt, 30000 Euro brachte die Stadt auf, und 93300 Euro flossen aus dem Stadtumbauprogramm.

Damit nicht genug: Am 7. Dezember hatte der Kreistag mit seinem Haushaltsbeschluss die finanziellen Mittel auch für den Betrieb der drei Kreismuseen in Ummendorf, Haldensleben und Wolmirstedt bestätigt. "Der Kreis hat 2012 einen ausgeglichenen Haushalt und kann im Rahmen der freiwilligen Leistungen uneingeschränkt der Fortbestand seiner kulturellen Einrichtungen sichern", freut sich Landrat Hans Walker. "Somit kommen wir auch durch die Kreismuseen unserer Verantwortung der Förderung von Kunst, Kultur, Volksbildung und Regionalgeschichte nach."

Davon profitiert auch das Museum in Wolmirstedt, wo in den vergangenen sechs Monaten dank fleißiger Handwerker am Eingang zur Bruchsteinscheune ein Informationszentrum mit einem neuen Haupteingang geschaffen wurde. Wie die Museumleiterin betont, werden hier alle kulturellen und touristischen Angebote für die Wolmirstedter und ihre Gäste gebündelt angeboten. Mit dem Tag der offenen Tür wird den Besuchern aber nicht nur gezeigt, was die Bauleute geschaffen haben. Die Mitarbeiter des Museums ihrerseits werden im neuen Jahr mit drei neuen Ausstellungen aufwarten. So zum Beispiel über die Geologie des Landkreises, die wechselhafte Geschichte der Schlossdomäne und, wenn auch ein wenig ungewöhnlich, zur Kulturgeschichte des Essens.

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