Wolmirstedt/Colbitz l Die Wolmirstedter Baskets verfolgen das ganze Jahr über den Trainings- und Turnierbetrieb, wie alle anderen Sportvereine auch. Zum Jahresende hingegen verlassen sie die Sporthalle und ziehen hinaus in den Wald. Die orangefarbenen Basketbälle werden zur besseren Kennung an einen Baum an der Straße gehängt. Damit weiß jeder, hier gibt es Weihnachtsbäume.

Die Schlange der parkenden Autos am Straßenrand war endlos. Nicht nur Wolmirstedter, auch Magdeburger waren mit Kind und Kegel gekommen. Das allerwichtigste jedoch ist die Säge. Wer die vergessen hat, hat ein Problem. Denn die Bäume werden hier nicht fix und fertig aufgereiht und angeboten, sondern wachsen bis dahin noch im Wald. Viele Familien streunen hindurch, suchen ein passendes Exemplar. "Der ist doch schön", hallt es immer mal durchs Grün. Lilly Wilke ist sieben Jahre alt und zieht bereits einen Baum, der viel größer ist, als sie selbst, aus dem Wald. Auch Ingo und Silvana Jänecke haben ihren Baum schon gefunden und gönnen sich eine Pause. Die wird vom Förderverein der Baskets kulinarisch aufgewertet.

Karsten Stier, der Vorsitzende der Baskets, wendet Würstchen und Schnitzel auf dem Grill. Diethard Gauer und Andreas Nedved lassen Glühwein über dem Feuer blubbern.

Das Geld für die Bäume bekommt die Besitzerin des Waldes. Für den Basketballsport wird an diesem Tag gegessen und getrunken. "Der Erlös der Speisen und Getränke kommt dem Kinder- und Jugendbasketball zugute", sagt Karin Stier vom Förderverein.

Am frühen Nachmittag beginnt es zu regnen, aber da haben die meisten schon ihre Bäume ins Auto geschoben, auf den Hänger geladen oder auf den Dächern der Fahrzeuge verschnürt. Zurück bleiben die Mitglieder des Fördervereins, die trotz des ungemütlichen Wetters ordentlich aufräumen.

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