Weihnachten 2011 ist seit Montag Geschichte. Aber fragt man in der Ohrestadt nach, so wird das besinnliche Fest nicht nur bei den Wolmirstedtern noch lange nachhallen. Denn in bester Erinnerung wird es beim Gros der Menschen bleiben.

Wolmirstedt l Das zumindest kam bei einer Umfrage, wenn auch wenig repräsentativ, auf dem Parkplatz in der Rogätzer Straße heraus. Alle Befragten waren über die Feiertage nicht nur mit dem Weihnachtsmann recht zufrieden. Auf Weihnachten angesprochen, schwebten daher noch gestern nicht nur die Wolmirstedter auf einer recht "besinnlichen Wolke".

Und in der Regel waren es drei gute Gründe, die die Befragten für ihre "Glückseligkeit" als Antwort parat hielten: Da musste erstens gestern, Tag eins nach Weihnachten, nicht ein einziges Geschenk umgetauscht werden. Da gab es zweitens durchweg auch keine unliebsamen Dopplungen, was die Geschenke betraf. Was schließlich drittens bedeutet, dass es in "Sachen Wünsche" mit dem Weihnachtsmann punktgenaue Absprachen gab.

Keiner weiß dies besser als Eric, 14 Jahre, und Nils Lehmann, 9 Jahre, aus Klein Ammensleben: "Wir haben nämlich rechtzeitig vor Weihnachten lautstark den Wunsch geäußert, dass der Weihnachtsmann goldrichtig liegt, wenn er uns Geld schenkt."

Die beiden Schüler konnten gestern im Beisein ihrer Mutti eidesstattlich beglaubigen, ihr Wunsch wurde nicht nur erhört, er wurde ihnen auch erfüllt. Das Geld ist inzwischen gut angelegt, denn beide holten sich in einem Geschäft in der Rogätzer Straße nicht ganz preiswerte Spiele für ihre Computer. Wo zur selben Zeit auch Ivonne und Michel Ziep aus Samswegen mit ihren beiden Kindern Tabea, 7 Jahre, und Elias, zehn Monate, unterwegs waren. "Die große Bescherung im Haus Ziep war bereits vor zehn Monaten", erzählt die junge Frau noch immer überglücklich, "da wurde nämlich unser zweites Kind geboren." Vater Michel verriet dann auch kein Geheimnis, dass allein Elias Spielzeug bekam, "unsere siebenjährige Tochter dagegen hat sich vom Weihnachtsmann ein Mikroskop gewünscht, was sie neben Malsachen auch bekam". Wie Ivonne Ziep versicherte, gingen die Eltern auch nicht ganz leer aus: "Wir haben uns gegenseitig Parfüm geschenkt, damit wir uns auch in Zukunft gut riechen können."

Etwas anders dagegen zeigte sich die Situation bei Sabine Stietz (61) aus Farsleben, und ihrem Mann: "Wir haben erst vor Kurzem gebaut. Da lag es gewissermaßen auf der Hand, dass wir uns Weihnachten nichts schenken." Dennoch haben die beiden Farsleber richtig viel Geld für Weihnachten ausgegeben: "Denn der gute Alte zeigte sich bei unseren beiden Kindern nebst Partnern sowie bei unseren beiden Enkeln richtig großzügig." Auch beim vierten "Versuch" gab es nur zufriedene Menschen, "weil wir in der Vorweihnachtszeit die Wünsche untereinander laut und vernehmlich verkündet haben", verrieten Pia (40) und Bernd Banke (43), die aus der Landeshauptstadt in Wolmirstedt vorbeischauten. "Der Weihnachtsmann hat gut zugehört." Was allerdings auf dem Gabentisch lag, wollten beide nicht verraten.

 

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