Glindenberg. Alljährlich im November lädt das Staatliche Forstamt Altmark zur großen Herbstjagd ein. Im Bereich Glindenberg/Wolmirstedt ist der Revierleiter Jens Dedow für die Vorbereitung und Durchführung dieser sogenannten Drückjagden verantwortlich.

Nach der bereits im Küchenhorn erfolgten Jagd fand die letzte in den Waldflächen entlang der Elbe statt. Schon am frühen Morgen war Treffpunkt auf der Elbstraße. Hier erfolgte die wichtige Einweisung der eingeladenen Weidmänner, diesmal waren es 40 an der Zahl, sowie die Zuweisung der jeweiligen Standplätze. Die Treiber mit ihren Hunden waren dann dafür verantwortlich, dass die zu bejagenden Waldflächen kontinuierlich durchgegangen werden. Das Wild wurde somit quasi den wartenden Jägern zugetrieben. In den folgenden Stunden waren viele Schüsse zu hören, was darauf schließen ließ, dass doch allerhand Wild "vor die Flinte" kam.

Aber abgerechnet wird bekanntlich zum Schluß. Beim sogenannten Streckelegen wurde sichtbar, dass diese Jagd alles bisherige weit überschritt. 72 Wildschweine jeden Alters – 40 Frischlingen, einige Überläufer und sogar zweijährige Keiler – wurden erlegt. Zur Bilanz gehören auch 28 Stück Rehwild sowie 3 Füchse. Ein Ergebnis, dass die Weidmänner zufriedenstellte. In der anschließenden Auszeichnung wurden den Jägern für ihren persönlichen Anteil am Ergebnis das Weidmansheil ausgesprochen und der "Bruch" überreicht. Eigentlich ist das ein Eichenast, aber auf Grund der winterlichen Jahreszeit war es diesmal ein Fichtenzweig.

Ronald Pape aus Tangermünde hatte als Bester elf Schweine und ein Reh erlegt. Das Wild wird übrigens sofort nach dem Erlegen aufgebrochen und ausgeweidet. Das Wildbret wird dann von einem Wildhändler übernommen und vermarktet.