Mit weißen Weihnachten wird es in diesem Jahr wohl klappen. Weniger romantisch und schön finden den Schnee sicher die Hausbesitzer aus der Stadt und den Ortsteilen. Müssen sie doch jeden Morgen ihre Zufahrten und den Gehsteig beräumen. Ob das reibungslos funktioniert, darüber sprach Volksstimme-Redakteurin Claudia Labude mit Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander.

Volksstimme: Nach den ersten schneereichen Tagen, wie ist Ihre Bilanz zur Räumpflicht?

Dr. Hans-Jürgen Zander: Viele Hauseigentümer oder deren Beauftragte räumen den Schnee vorbildlich aus dem öffentlichen Verkehrsraum und stumpfen entstandene Eisflächen ab. Dafür erst einmal vielen Dank im Namen der Straßen- und Gehwegnutzer.

Volksstimme: Gilt dieses Lob uneingeschränkt?

Dr. Zander: Leider nein. Bei Vor-Ort-Kontrollen durch das Ordnungsamt haben wir festgestellt, dass einige Anlieger den Schnee vom Gehweg direkt auf die Fahrbahnen schieben. In der Hoffnung, dass der Schnee wie bei der Straßenkehrung aufgesaugt oder abgefahren wird. Dem ist aber nicht so.

Volksstimme: Sondern?

Dr. Zander: Die Mitarbeiter des Eigenbetriebes Wirtschaftshof sind ab den frühen Morgenstunden über den Tag hinaus im Winterdiensteinsatz. Um die Gemeindestraßen befahrbar zu halten, wird der lockere Schnee im Gossen- und Randbereich der Straßen abgelagert und die Fahrbahnen abgestumpft. Durch das Zurückschieben des Schnees wird der gerade durchgeführte Straßenwinterdienst inklusive dem ausgebrachten Streumittel unwirksam.

Somit wird nicht nur der Anliegerverkehr für Ver- und Entsorger und gegebenenfalls Rettungsfahrzeuge erschwert, sondern auch die eigenen Ausfahrten aus der Straße und der ruhende Verkehr behindert. Gerade in kleineren Wohngebietsstraßen, wo separat geräumte Gehwege entbehrlich sind, ist eine nachbarschaftliche Abstimmung beim Winterdienst wünschenswert und erforderlich.

Volksstimme: Wie verhält es sich mit den Halteverboten für die maschinelle Straßenkehrung? Sind die wegen der aktuellen Schneeverhältnisse außer Kraft gesetzt?

Dr. Zander: Nein, die sind und bleiben gültig. Diese Haltverbote werden genutzt, um auf den sonst möglichen Parkflächen den Winterdienst durchzuführen. Dauerparker sollten deshalb auf die unbefristeten Parkplätze im Stadtgebiet ausweichen.