Barleben (kd). Es ist eine Alltagweisheit. Und sie prangt kampagnemäßig von großen Werbetafeln: Rote Tinte gibt es im Kaufhaus. Blut nicht. Der rote Lebenssaft ist durch nichts zu ersetzen. Die lebenswichtige Flüssigkeit mit ihren vielfältigen Funktionen kann nur der menschliche Körper selbst bilden. Deswegen ist es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut für Kranke und Verletzte zur Verfügung stellen. Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 kann Blutspender werden. Die Menge, die gespendet wird, ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körper so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell ausgeglichen wird. Ob mit der Gesundheit eines Spenders alles bestens ist, stellt der bei jedem Termin anwesende Arzt fest. Etwa sieben bis zehn Minuten dauert das Spenden der üblichen 500 Milliliter Blut. Die Blutabgabe erfolgt liegend und ist schmerzfrei. Nach dem Blutabnahme können sich die Spender ausruhen. Nach einer kurzen Pause erhalten sie einen appetitlichen Imbiss. In Barleben können sich das nächste Mal am 18. Januar zwischen 16 und 20 Uhr Personen, die keine Angst vor dem kleinen Pieks in die Vene haben, in die Obhut des Entnahmeteams aus Dessau begeben. Die Mitglieder des Rotkreuz-Ortsvereins versuchen es dann, den Spendewilligen so angenehm wie möglich zu machen. Sicherlich ein kleines Dankeschön ihrerseits, weil Rotkreuz-Blutspender ja wegen des Ehren-Kodexes auf jeglichen materiellen Anreiz verzichten. Der Ortsverein kümmert sich seit knapp neun Jahren um die Absicherung der Blutspendetermine. Zehn bis zwölf freiwillige Helfer stehen jedesmal auf der Matte. Auch wenn vom Roten Kreuz auf das Gelände der Salutas Pharmafabrik (Hexal) im Ostfalenpark zur Spende gerufen wird, sind die Kameradinnen und Kameraden mit ihrem Kleincomputer für die Anmeldeformalitäten zur Stelle. Bei Hexal hätten Helfer und Entnahmeteam stets wunderbare Bedingungen, so Volker Spoer, seit Mai 2004 erster Vorsitzender des DRK-Ortsvereins.