Meitzendorf (kd). Ein weiser Mann sagte einmal: "Die Orgel wird von altersher als Königin der Instrumente bezeichnet. Sie nimmt alle Töne der Schöpfung auf und bringt die Fülle menschlichen Empfindens zum Schwingen." Die Orgel in der Meitzendorfer Petri-Kirche war mehr als 40 Jahre nicht zu hören. Damit sie wieder klingt, müssen mindestens vier der 15 Register in Ordnung gebracht werden. Pastor Johannes Könitz und der Gemeindekirchenrat hatten die Bevölkerung zu Patenschaften über Pfeifen aufgerufen. 5000 Euro sind bislang durch Paten eingebracht worden. Das Kirchspiel hatte unter Hinzuziehung der Firma Hüfken aus Halberstadt zunächst Sicherungsarbeiten am Instrument durchführen lassen. Dann aber wurde es Zeit für die eigentliche Sanierung. Damit wurde die Firma Calkant beauftragt. Die Orgel in St. Petri besitzt eine wunderbare Klangfülle, wie man bei ihrer Klein Ammensleber "Schwester" hören kann. Beide Instrumente stammen aus ein und der selben Werkstatt – der des Magdeburger Orgelbaumeisters Böttcher. Böttcher gilt als einer der letzten Vertreter großer Orgelbaukunst. Die Meitzendorfer Orgel wurde um 1860 erbaut. Sie hat mehr als 900 Pfeifen.