Hillersleben. Viel haben die Mitglieder des Hillersleber Bürgerhausvereins seit der Vereinsgründung im November 2004 schon bewegt. Aus der lange Zeit leer stehenden Immobilie schufen sie mit großem Einsatz und Tausenden freiwilligen Arbeitsstunden ein tolles Bürgerhaus für die Gemeinde.

Da wurden der Saal renoviert, neue Fenster eingesetzt, Gardinen genäht, die Fassade erneuert, neues Mobilar angeschafft und vieles andere mehr.

"Nur die Sanitäranlagen waren uns immer noch ein Dorn im Auge", bekennt Vereinsvorsitzende Doreen Haensch. Lange Zeit fehlten dem Verein die Mittel dafür, diese Aufgabe in Angriff zu nehmen. Ein Kostenvoranschlag hatte ergeben, dass für die Modernisierung der beiden Toilettenräume rund 16 000 Euro benötigt würden.

"Seit unserer Vereinsgründung haben wir jeden Cent gespart, so dass wir für die Sanierung der Sanitärräume schließlich 12 000 Euro aus unserer Vereinskasse nehmen konnten", informierte Jutta Kronig vom Vorstand des Vereines "Bürgerhaus Am Köhlerberg".

Die restlichen Mittel wollten die Vereinsmitglieder mit Eigenleistungen und mit Hilfe von Sponsoren erbringen. Ende August wurde das Vorhaben in Angriff genommen. Bei einem ersten Arbeitseinsatz entkernten die Männer des Vereins die beiden Räume. Gleichzeitig begannen sie damit, im Außenbereich des Gebäudes einen Graben für die neue Abwasser- leitung zu schachten.

"Auch die Abwasserleitung selbst verlegten wir in Eigenleistung", ist nicht nur die Vereinsvorsitzende stolz. Dazu halfen die Vereinsmitglieder beim Trockenbau, bauten neue Fenster ein und übernahmen die Malerarbeiten.

Insgesamt erbrachten die Mitglieder des Vereins 425 Stunden Eigenleistung. Damit unterstützten sie die bauausführenden Firmen und stellten sicher, dass die vorgegebene Bauzeit von sechs Wochen eingehalten werden konnte. Bei den Sponsoren, die die Aktion unterstützt hatten, bedankte sich nicht nur der Bürgerhausverein, sondern auch Bürgermeister Hartmut Jahn.

"Insgesamt sind seit der Gründung des Vereines 32 500 Euro erwirtschaftet und in das gemeindeeigene Gebäude investiert worden", nannte Doreen Haensch eine beeindruckende Zahl.