Zwar konnte der Karnevalspräsident vom Gauseberg, Marco Baumgarten, zum Karnevalsauftakt am Sonn-abend noch keine neuen Prinzenpaaranwärter präsentieren, der guten Laune tat das aber keinen Abbruch. Beim traditionellen Kostümball wurde getanzt und das Lustigsein kam nicht zu kurz.

Gutenswegen. "Endlich ist die Sommerpause vorbei", begrüßte der Präsident des Gauseberger Karnevalvereins (GKV), Marco Baumgarten, am Sonnabend die Gäste im Vereinsheim. Schon kurz danach erklang vielstimmig die Hymne der Gauseberger "Wir feiern Karneval am Gauseberg und überall".

Besonders freute sich der Präsident darüber, dass auch die Meseberger Karnevalisten erneut eine Abordnung zur Saisoneröffnung der Gutensweger gesandt hatten. Wie der Meseberger Vorsitzende Steffen Schulze bestätigte, war das bereits der zweite Besuch bei der Auftaktveranstaltung. "Wir streben an, mit anderen Karnevalsvereinen aus der Region eine Veranstaltung im Jahr gemeinsam zu machen", richtete Marco Baumgarten auch seine Einladung in Richtung des Ebendorfer Carneval Clubs, dessen Mitglieder sich ja auch bereits seit Jahren in den Rosenmontagsumzug der Gutensweger integrieren. Zumal der traditionelle Kostümball um den 11. November auch immer eine Dankeschönveranstaltung für alle Gruppen sein soll, die den Rosenmontagsumzug im Februar so bunt gestaltet hatten.

Aber der Kostümball, so Marco Baumgarten, lebt auch vom Mitmachen. "Deshalb ist es um so besser, je mehr dabei sind". Mit gutem Beispiel gingen so auch die Meseberger voran und luden zu einer Schunkelrunde ein. Die Mädels von der Garde hatten ihre Uniform gegen Kittelschürzen getauscht, denn sie hatten einen Hausfrauenrock als Showeinlage vorbereitet. Und dabei präsentierten sie auch gleich ihren neuen Major Daniel Thräne. Mit viel Überredungskunst und, wie der Major selbst sagt, mit Alkohol hatten sie es geschafft, den jungen Mann, der vorher bereits im Spaßensemble getanzt hatte, in ihre Reihen zu ziehen. "Wir wollten nur ihn", waren sich die Mädels einig, die noch am Ende der vergangenen Session ohne männliche Begleitung waren. Weitere Spontaneinlagen schlossen sich an.

Allerdings konnte der Präsident zum diesjährigen Sessionsbeginn wieder einmal keine Prinzenpaaranwärter präsentieren. Die Hoffnung hat er aber noch nicht aufgegeben, bis zum Höhepunkt der doch langen Karnevalssaison – Prinzenkrönung ist erst am 26. Februar – noch ein Prinzenpaar zu finden. "Wer Lust hat und sich mit dem Gauseberger Karneval verbunden fühlt, kann sich noch gern bei mir melden", meinte Marco Baumgarten, der darauf verwies, dass das Prinzenpaar nicht zwingend aus Gutenswegen stammen muss. Auch unter den ehemaligen Prinzenpaaren, die am Sonnabend den Karnevalsauftakt mitfeierten, waren einige, die ihr Zuhause nicht direkt am Gauseberg haben.

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