Zerbst l Nach Ostern konnten die Arbeiten am Lückenschluss der Stadtmauer entlang der Dr. Martin-Luther-Promenade fortgesetzt werden. "Der Winter hat vorher keine Maurerarbeiten zulassen. Normal hätte man mit dem März rechnen können, aber der Monat ist für uns komplett ausgefallen", erklärt Karsten Gebhardt, der leitende Bauingenieur dieser Maßnahme.

Auf der Südseite der Mauer - dem Bereich auf der Seite des Jugendklubs - ist jedoch deren zukünftiges Aussehen bereits zu erahnen. Mitarbeiter einer Firma aus Wolmirstedt verkleiden derzeit dort den Betonkern mit sandgestrahlten Ziegelsteinen. "Es brauchte mindestens fünf Grad, um die Maurerarbeiten fortsetzen zu können. Derzeit sind die Bedingungen optimal", so Gebhardt.

Reihe für Reihe wächst die Verkleidung nun nach oben. Im Bereich der Ausbruchstellen wird später das lose Material entfernt und die Mauer zwischen Betonkern und vorhandener Mauer mit weiteren dieser Ziegelsteinen verfüllt.

Von der Luther-Promenade aus gesehen, ist der Sockelbereich des Betonkerns bereits vor Wintereinbruch mit ersten Feldsteinen verkleidet worden. "Die Stadtmauer war im unteren Bereich vor deren Einsturz etwa einen Meter dick", so Gebhardt. Entsprechend große Feldsteine konnten darin verbaut werden. "Einen Großteil dieser großen Feldsteine werden wir nicht mehr verwenden können." Die zuständige Firma habe passende Steine für die Verkleidung des Sockels, die nur auf dieser Seite der Mauer erfolgt, aussortiert. "Darüber schließt sich dann die Verkleidung mit den sandgestrahlten Ziegelsteinen an, wie sie auch auf der anderen Mauerseite verbaut werden."

Ende Mai soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein, die im August vergangenen Jahres begonnnen hat.