"G-schenkt" ist der ökumenische Jugendgottesdienst am Francisceum zum Reformationstag überschrieben, der am Freitag, 29. Oktober, um 18.50 Uhr in der Aula des Gymnasiums am Weinberg beginnt. Zuvor wird auf dem Hof ein besonderes Geschenk begrüßt.

Zerbst. Einen ganz besonderen Gast erwarten die Mitwirkenden und Besucher des ökumenischen Jugendgottes- dienstes am kommenden Freitag. Er ist ungefähr einen Meter groß, hat 799 weitere Geschwister in den Farben Rot, Grün, Schwarz und Blau, davon "leben" mindestens zwei in Zerbst, und stand vier Wochen lang auf dem Wittenberger Marktplatz. Die Rede ist von einer Lutherfigur.

Dr. Andreas Köhler hat die Figur gestiftet, Steinmetz Christian Keck den Sockel. Auf dem Hof des Gymnasiums wird die Figur, die ihren Platz im Schulgebäude haben wird, um 18.30 Uhr feierlich begrüßt – durch Schulleiter Hans Henning Messer, Religionslehrerin Heike Richert sowie Schulsprecher Rob de Vries und die beiden Stifter, deren Kinder das Gymnasium besuchten bzw. noch besuchen.

"Vor zwei Jahren, also 2008, haben wir im ökumenischen Jugendgottesdienst zum Reformationstag die Luther-Dekade eröffnet", zieht Heike Richert den Bogen zum kommenden Gottesdienst. Nachdem dieser mit dem Wort "G-prägt" überschrieben war, folgte im vergangenen Jahr "G-troffen". Nun also ist "G-schenkt" die Intention.

Der Begrüßung auf dem Hof folgt ein Dialog zwischen Schülern mit Luthersprüchen am Denkmal, bevor der geordnete Einmarsch in die Aula beginnt. Dort werden Bell Schrader und Heike Richert dem Gottesdienst eröffnen. Mitglieder der katholischen Jugendgruppe werden dann eine verhüllte Ikone – ein Christusbild – in die Aula tragen, sie wie ein Geschenk auspacken und in der Mitte der Aula positionieren. Schüler werden dann ein Kreuz hinzustellen und erklären, um welches Geschenk es sich handelt.

Nach einem Lied wird der katholische Pfarrer Hartmut Neuhaus das Tagesgebet sprechen. Zudem erwartet die Besucher des Gottesdienstes eine Aktion. Es liegen unbeschriebene, mit bunten Glassteinen beklebte Postkarten bereit, auf die jeder Besucher seine Begabungen und Talente notieren kann. "Wer mag, kann sie dann vortragen oder für sich behalten", erklärt Richert.